Langstreckenflüge sind selten vergnügungssteuerpflichtig - erst recht nicht, wenn kleine Kinder mit an Board sind. Das trifft Eltern und andere Passagiere gleichermaßen. Letztere beschweren sich jedoch gerne über die kleinen Gäste.

Ein aktuelles Beispiel ist der Musiker Henry Beasley von der Band Balu Brigada. Bei TikTok teilte er einen kurzen Zusammenschnitt seines angeblichen "29-Stunden-Flugs" nach Berlin

Sind "Erwachsenenflüge" eine Lösung?

Im Hintergrund ist dabei dauerhaftes und lautes Kindergeschrei zu hören - mit eindeutiger und eindrücklicher Wirkung auf den Gemütszustand und Mimik Beasleys. Eine "Herausragende Leistung" sei dies gewesen, mit "unglaublicher Ausdauer", kommentiert der Musiker sarkastisch und vergibt eine "10 von10" für den "Auftritt" des unbekannten Kindes. 

Mit seinem Video scheint Beasley einen Nerv getroffen zu haben: Allein 2,5 Millionen Reaktionen und über 30.000 Kommentare weist der kurze Clip auf. "Ich wäre gesprungen", kommentiert ein User. "Und die Leute haben die Unverfrorenheit, mich zu fragen, warum ich keine Kinder will", ein anderer. 

Zwar gibt es auch zahlreiche Stimmen, die die Kinder und Eltern in Schutz nehmen - jedoch gibt es auch die Forderung nach "kinderfreien Flügen" und speziellen "Kinderflügen".  Davon abgesehen, dass solche Vorschläge wohl kaum umgesetzt werden können, bleibt die Tatsache, dass Flüge vor allem für kleine Kinder belastend sind.

Warum sind Kinder in Flugzeugen oft unruhig?

Neben der Belastung durch die Druckveränderungen ist für Kinder vor allem die Enge und der mangelnde Bewegungsfreiraum anstrengend. Kinder gerade auf langen Flügen zu beschäftigen, ist für Eltern oft eine schier unlösbare Aufgabe, Frustration ist vorprogrammiert.  

Problematisch ist aber vor allem auch die Gesamtsituation im Flugzeug: Eltern fühlen sich oft von anderen Fluggästen unter Druck gesetzt - egal, ob diese das so beabsichtigen oder nicht. Dadurch wächst die Anspannung und die Ungeduld auch bei den Eltern, was dann auch wieder die Kinder belastet.