Mehr als 900 deutsche Musiker und Bands haben sich von den jüngsten Niederlagen beim Eurovision Song Contest nicht abschrecken lassen und sich für den ESC 2022 beworben.

Am 4. März darf das Publikum entscheiden, wer im italienischen Turin für unser Land antreten soll. Vier bis sechs Acts stehen dann zur Auswahl. Sie werden derzeit von der deutschen ESC-Jury ausgesucht, wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) am Dienstag in Hamburg mitteilte. Exakt 944 Bands und Musiker haben demnach ihren Hut in den Ring geworfen.

Barbara Schöneberger moderiert

Die Sendung «Germany 12 Points - der deutsche ESC-Vorentscheid» wird von 20.15 Uhr an live aus Berlin in allen Dritten Programmen der ARD übertragen und von Barbara Schöneberger moderiert. Zudem spielen die Popwellen der ARD an dem Tag die Lieder der Kandidatinnen und Kandidaten und rufen zur Abstimmung auf.

Der Act mit den meisten Abstimmungspunkten wird schließlich am 14. Mai im ESC-Finale auftreten. Die Jury-Favoriten sollen vom 10. Februar an auf der Internetseite www.eurovision.de vorgestellt werden, online startet die Abstimmung bereits am 28. Februar.

Für den deutschen Vorentscheid waren in jüngster Zeit verschiedene Modelle ausprobiert worden. 2020 und 2021 hatte es für den deutschen Act eine Auswahl durch Jurys ohne Einbindung der Zuschauer gegeben.

Hoffen auf das Ende der Pechsträhne

Mit der neuen Variante hofft die ARD, Deutschlands Pechsträhne zu beenden. Zuletzt war dieses Jahr in Rotterdam der Hamburger Sänger Jendrik auf Rang 25 und damit auf dem vorletzten Platz gelandet. Beim ESC 2019 (vor einer Corona-Zwangspause) hatte das Duo S!sters mit «Sister» ebenfalls nur den vorletzten Platz erwischt, genauso Levina 2017. Andere waren sogar die absoluten Schlusslichter.

Aus der jüngeren deutschen ESC-Geschichte ragen als Lichtgestalten nur Lena (2010 Platz 1), Roman Lob (2012 Platz 8) und Michael Schulte (2018 Platz 4 heraus).