Meteorologen haben eine eiskalte Prognose für die kommenden Dezember-Wochen: Denn eine "außergewöhnliche Ostwetterlage" soll den Dezember richtig winterlich und frostig werden lassen.

Der Dezember wird demnach den Winter in Deutschland einläuten, erklärt Meteorologe Patrick Panke vom Portal wetter.de und stützt seine Vorhersage dabei auf das europäische EZMWF-Modell. "Ich kann mich nicht erinnern, dass es zu Beginn eines Dezembers so kalt gewesen ist, zumindest nicht in den letzten 20 Jahren." Die Temperaturen sollen bis in den "sehr strengen Frostbereich" abstürzen und ähneln damit eher der für Februar typischen Wetterlage.

Kältewelle im Dezember: Meteorologen rechnen mit bis zu -15 Grad

Bereits Anfang Dezember sollen die täglichen Höchstwerte gerade einmal den Gefrierpunkt erreichen und anschließend noch weiter absinken, nachts werde es bei Minusgraden in Teilen Deutschlands bitterkalt. Der Meteorologe Dominik Jung mahnt aber: "Aktuell ist das alles erstmal nur ein Trend."

Auch das US-amerikanische Wettermodell NOAA sagt inzwischen eine Abkühlung für den Monatswechsel voraus. Laut Jung soll es zwischen dem zweiten und dritten Advent richtig eisig werden. Ab dem dritten Advent soll sich dann Dauerfrost einstellen; schneit es, soll der Schnee liegen bleiben. Der Dezember soll sich laut dem Meteorologen Dominik Jung "so winterlich wie seit 12 Jahren nicht mehr" geben.

Die Tageswerte liegen den Berechnungen zufolge "um 0 bis minus 10 Grad", nachts kann es sogar auf minus 15 Grad abkühlen. Für den Energieverbrauch sei das eine "eher beunruhigende Erkenntnis", so Jung. "Dass überhaupt solche Lagen gerechnet werden und sogar noch in dieser Intensität ist schon etwas verwunderlich. Anfang Dezember schon so viel Kälte über Europa, das sieht man nicht allzu oft."

Können wir uns auf weiße Weihnachten freuen?

Bekommen wir dann zumindest weiße Weihnachten? Da sind die Fachleute skeptisch. Jung geht von einer eher "trockenen Kälte" aus, nur stellenweise wären einzelne Schneeschauer dabei. Doch im Allgemeinen sind die Chancen für weiße Weihnachten höher, als in den letzten Jahren. Jetzt heißt es aber erstmal abwarten, ob die eisige Ostlage tatsächlich eine Kältewelle nach Deutschland bringt.

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