Mit einer Umlage sollen Gas-Versorger Preissteigerungen an Kunden weitergeben können. Die geplante Umlage für alle Gaskunden soll voraussichtlich ab dem 1. Oktober gelten. Wie stark der Gaspreis für die Verbraucher damit zusätzlich steigt, bleibt aber noch eine Weile offen. Es gibt aber erste Hinweise.

Die Höhe der Umlage solle bis Ende August im Internet veröffentlicht werden, verlautete am Donnerstag aus Kreisen des Wirtschaftsministeriums. Sie hänge davon ab, welche Ausgleichsansprüche die Gasimporteure geltend machten.

Kanzler Olaf Scholz hatte in der vergangenen Woche eine Erhöhung der Gaspreise um 2 Cent pro Kilowattstunde angedeutet und von zusätzlichen Belastungen von jährlich 200 oder 300 Euro für eine vierköpfige Familie gesprochen. "Je nachdem, wie groß der Haushalt ist, wird das durchaus auch spürbar werden", sagte er. Die Umlage soll eineinhalb Jahre, also bis Ende März 2024 gelten.

Über die Umlage sollen Gasversorger die stark gestiegenen Einkaufspreise wegen der Drosselung russischer Lieferungen an alle Gasverbraucher weitergeben können. Es sollen alle Versorger davon profitieren, vor allem aber Uniper als größer Importeur von russischem Gas. Geplant ist, dass Importeure 90 Prozent der höheren Beschaffungskosten über die Umlage weitergeben können. Die Höhe der Umlage ist auch davon abhängig, wie viel Russland liefert - je weniger, desto teurer wird die Ersatzbeschaffung. Etwa die Hälfte aller Wohnungen in Deutschland wird mit Gas beheizt.

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