Burg Eltz. Mehr als nur ein Märchen

  • Historische Fakten über die Burg
  • Burg Eltz heute
  • Das kannst du dort erleben

Wer romantisch veranlagt ist und sich für das Mittelalter sowie für unberührte Natur begeistern kann, der ist auf Burg Eltz genau richtig. Majestätisch thront sie auf einer Anhöhe inmitten von Wäldern, zwischen Eifel, Mosel und Rhein. Dabei blickt die Burg auf eine bewegte Geschichte zurück. Wie diese aussieht und was es heute auf Burg Eltz zu entdecken gibt, erfährst du im nachfolgenden Artikel.

Unzerstört und langjähriger Familiensitz: Das ist Burg Eltz

Burg Eltz ist eine von drei Burgen in der Eifel, die nie gewaltsam erobert oder zerstört wurden. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts wurde sie an einem Handelsweg errichtet, der durch das Elzbachtal führte. Der Name Eltz wird im Jahr 1157 erstmals urkundlich erwähnt, genauer gesagt in einer Schenkungsurkunde Friedrich Barbarossas. Um das Jahr 1268 herum kam es schließlich zu einer ersten Stammesteilung der Herren von Eltz, wobei die Burg sowie dazugehörige Güter unter den drei Brüdern Elias, Wilhelm und Theoderich aufgeteilt wurden.

1331 erfolgte die sogenannte "Eltzer Fehde", in deren Rahmen es zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit Kurfürst Balduin von Trier kam. Zwei Jahre lang belagerte er die Burg, welche jedoch unzerstört blieb. Während dieser Zeit entstand außerdem die heute nur noch mit wenigen Ruinenmauern erhaltene Belagerungsburg Trutzeltz. Die Fehde endete schließlich im Jahr 1333 mit der Kapitulation der Herren von Eltz. 

Einige Zeit später, nämlich 1472, wurde die als Familiensitz dienende Burg wohnlich umgestaltet. Dabei entstanden viele der bis heute erhalten gebliebenen Wohnräume auf der Außenmauer. 1490 wurde schließlich mit dem Bau der Rodendorfer Häuser begonnen. Abgeschlossen wurden die Arbeiten etwa um 1540. Wieder einige Jahrhunderte später, im Jahr 1733, wurden die Herren von Eltz zu Reichsgrafen erhoben und erhielten ihr Recht auf eine alleinige Unterstellung dem Kaiser gegenüber zurück.

1815 wurde Hugo Philipp von Eltz-Kempenich zum alleinigen Besitzer von Burg Eltz. Eine lange, umfangreiche Restaurierung begann jedoch erst 1845. 2009 wurden zudem Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten an den Mauern und Innenräumen aufgenommen und drei Jahre später erfolgreich abgeschlossen. Seitdem empfangen der Graf und die Gräfin von Eltz regelmäßig Besuch auf ihrer Burg, nämlich von all denjenigen, die sich für das beeindruckende, geschichtsträchtige Bauwerk begeistern und mehr darüber erfahren möchten.

Damals wie heute faszinierend

Mit dieser beachtlichen Historie repräsentiert Burg Eltz mehr als 800 Jahre europäischer Kulturgeschichte erster Güte. Deshalb und aufgrund ihrer wunderschönen Lage gilt sie als eine der schönsten Burgen Europas sowie als Inbegriff einer Ritterburg. Kein Wunder, denn die vielen kleinen Giebel, Erker und Türmchen verleihen ihr den Charakter eines waschechten Märchenschlosses.

Es werden regelmäßig Führungen angeboten, die einer spannenden, informativen Zeitreise durch fast 900 Jahre deutscher Bau- und Kulturgeschichte gleichen. Dabei erhältst du einen großzügigen Einblick in die überwiegend noch bauzeitlich erhaltenen Innenräume der Burg. Außerdem werden verschiedene Arten von Kunsthandwerk sowie Waffen und Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs aus acht Jahrhunderten vorgestellt.

Zu den besonders interessanten Räumen der Burg Eltz zählen unter anderem die Waffenkammer, der Rittersaal und das Kurfürstenzimmer. Das unangefochtene Highlight ist und bleibt jedoch die Eltzer Schatzkammer, welche mit ihren mehr als 500 Exponaten aus neun Jahrhunderten eine der bedeutendsten privaten Sammlungen des Landes beherbergt. Dort einen Blick hinein zu werfen, lohnt sich in jedem Fall.

Eine Übersicht über Öffnungszeiten und Preise findest du hier. Während der Wintermonate ist Burg Eltz für Besucher*innen geschlossen, aber das ist kein Grund, ihr fernzubleiben: Eine Wanderung durch das paradiesische Elzbachtal ist ganzjährig empfehlenswert und auch als Fotokulisse bietet sich die Burg jederzeit an. Drinnen dürfen im Übrigen keine Bilder gemacht werden und auch tierischen Begleitern bleibt der Gang ins Innere der Burg verwehrt.