Rheinland-Pfalz
Weinköniginnen

Zum Wohl: Unsere Weinköniginnen in Rheinland-Pfalz und was sie repräsentieren

Sechs Weinköniginnen vertreten unser wunderschönes Rheinland-Pfalz. Sie repräsentieren die Anbaugebiete Ahr, Mittelrhein, Mosel, Nahe, Rheinhessen und Pfalz. Wir stellen euch die Hoheiten und ihre Gebiete vor.
Das Denkmal einer Frau, das für Weiblichkeit steht.
Das Denkmal einer Frau, das für Weiblichkeit steht. Foto: Foto: Pixabay
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  • Sechs Weinköniginnen repräsentieren Rheinland-Pfalz
  • Traditionelles Ehrenamt
  • Weinköniginnen als Botschafterinnen
  • Regulär gewählt für ein Jahr
  • Anbaugebiete landschaftlich unterschiedlich

Ein traditionelles Ehrenamt, das aber keinesfalls antiquiert ist, das ist das Amt der Weinkönigin. In unserem Bundesland gibt es sechs Hoheiten, die in der Regel für ein Jahr gewählt werden. Die Wahlverfahren variieren, aber eine Kandidatin sollte sich in jedem Fall mit ihrer Region und dem lokalen Wein identifizieren. 

Das moderne Amt der Weinkönigin

Wer könnte wohl besser Werbung für eine wunderschöne Region und ihren Wein machen als eine junge Dame, die den Rebensaft genauso schätzt wie ihre Heimat? Eine bessere Botschafterin, die die Region durch ihre repräsentativen Aufgaben über die Grenzen hinaus bekannt macht, gibt es wohl nicht. 

Die Ahrweinkönigin Mariella Cramer

Bereits seit 1973 wird im jährlichen Turnus beim Weinmarkt der Ahr die Ahrweinkönigin gewählt. Schon zuvor existierte der Titel Gebietsweinkönigin bereits, er wurde allerdings im Rahmen einer anderen Zeremonie vergeben. Die Kandidatinnen müssen vor einer Jury an Pfingsten bestehen und ihr Wissen rund um den Wein preis geben. Die Bewerberin, welche die Fragen mit der größten Portion Charme, Witz und Fachwissen beantwortet, wird dann in einer geheimen Wahl zur Ahrweinkönigin gewählt. Nur wenige Minuten später wird sie dann auf dem Marktplatz in Ahrweiler gekrönt. Ab sofort beginnt für sie ein aufregendes Jahr, in dem sie den Ahrwein repräsentiert. Beispielsweise ist sie beim Hachenburger Reitsportfestival oder beim Sommerfest des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue in Berlin für die exzellenten Weine der Ahrwinzer vertreten. Seit dem 30. September heißt die Weinkönigin für das Jahr 2022/2023 Mariella Cramer (25) aus Heimersheim. Schon als Kind begeisterte sich Mariella für Weinfeste und wollte selbst einmal auf der großen Bühne stehen. Dieser Wunsch ist nun für die medizinische Fachangestellte in Erfüllung gegangen. 

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Die Mittelrheinweinkönigin Lea Rindsfüsser

Das Anbaugebiet Mittelrhein umfasst zwei Bereiche, elf Großlagen und 111 Einzellagen. Mit einer Fläche von rund 470 ha zählt es zu einem der kleinsten deutschen Anbaugebiete zwischen Bingen und Bonn. Der größte Teil befindet sich in Rheinland-Pfalz, ein kleiner Teil in Nord-Rhein-Westfalen. Zu 70 Prozent ist die Rebfläche mit Riesling bestockt. Die Rebhänge sind umgeben von Burgen, mittelalterlichen Städtchen und dem Rheintal. Noch bis November ist Lea Rindsfüsser als Repräsentantin des Mittelrhein(Wein) unterwegs. Sie kommt aus Osterspai und ist die 51. in ihrem Amt. 

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Die Mosel-Weinkönigin Sarah Röhl

Das Weinbaugebiet Mosel hat ein paar Besonderheiten: In der Region liegt Trier als älteste Stadt Deutschlands und somit auch als ältesten Weinort der Bundesrepublik. In Neumagen gibt es das römische Neumagener Weinschiff zu bestaunen und die älteste Mühle nördlich der Alpen, die Karlsmühle bei Mertesdorf. Die Region beherbergt das größte Steillagenweinbaugebiet weltweit. Mit über 5393 ha hat es außerdem die größte Rieslinganbaufläche der Welt vorzuweisen. Die Mosel-Weinkönigin wird seit dem Jahr 1949 jährlich gewählt. Sie repräsentiert das Weinbaugebiet Mosel. Seit September 2021 ist Sarah Röhl im Amt. Sie und ihre Prinzessinnen haben ihre Amtszeit bis September 2023 verlängert. Das geht auf eine Entscheidung des Vorstandes und des Kuratoriums von Moselwein e. V. zurück. Die Weinmajestäten wollten diese Verlängerung, da sie auf Grund der Corona-Pandemie nur sehr wenige Einsätze hatten.  

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Die Naheweinkönigin Sophie Semus

Als ganz eigener, einzigartiger Mikrokosmos wird das Naheland von Kennern beschrieben. Riesling und Spätburgunder, Mozart und Metal - harte Kontraste und faszinierende Harmonien machen diese Gegend einmalig. Vom Naturpark Soonwald-Nahe ist es nur ein Katzensprung zu den fruchtbar-mediterranen Weinhängen des Nahetals. Darüber erheben sich die rauen Höhen der Hunsrück-Wälder. Und so einzigartig wie die Landschaft und die Historie sind es auch die Weine und die Menschen. Unter Experten gilt das Nahe-Weinbaugebiet als Paradies für Gourmets. Mit Nahewein möchte die amtierende Weinkönigin die Menschen begeistern. Noch bis Anfang November ist Sophie Semus aus Bosenheim Repräsentantin für das Anbaugebiet Nahe. 

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Die Weinkönigin von Rheinhessen Sarah Schneider

"Herkunft kann man schmecken" - das ist das Motto für den Wein aus dem Anbaugebiet Rheinhessen. Mit seinen mehr als 27.000 ha Rebfläche ist es das größte deutsche Weinbaugebiet. Für Furore sorgen die Rieslinge. Dazu gesellen sich die Klassiker Burgunder und Silvaner. Als Joker gilt die Scheurebe. Die Region wird häufig von der Sonne geküsst, die Luft schmeckt mild, die Erde ist fruchtbar. Der Eintritt nach Rheinhessen ist frei, die Menschen offenherzig und ein gutes Glas Wein immer in Reichweite. Auf die Fahnen hat sich das Gebiet geschrieben, aus Gästen Freunde zu machen. Das ist nun auch die Mission der neuen Weinkönigin. Sarah Schneider wurde beim Festival der Weinmajestäten am 10. September in Ingelheim zur neuen Rheinhessischen Hoheit gewählt. Die junge Frau aus Welgesheim darf nun ein Jahr lang das Weinanbaugebiet Rheinhessen präsentieren. Somit kann sie Hobby und Beruf verbinden, denn die 24-Jährige ist Technikerin für Weinbau & Oenologie aus.

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Die Pfälzische Weinkönigin Lea Baßler

Der Spruch geht leicht über die Lippen und wird auch gerne beim Anstoßen zitiert: "Zum Wohl. Die Pfalz". Das Anbaugebiet Pfalz ist nach Rheinhessen das zweitgrößte in Rheinland-Pfalz. Während Rheinhessen eine Anbaufläche von etwa 257 km² vorzuweisen hat, kommt die Pfalz auf gut 228 km². Etwa 3600 Winzerbetriebe, weniger als die Hälfte davon im Haupterwerb, pflegen mehr als 100 Millionen Rebstöcke und erzeugen pro Jahr etwa 2,5 Millionen Hektoliter Wein. Weiße und rote Rebsorten stehen im prozentualen Verhältnis bei etwa 60:40, wobei der Anbau von roten Weinsorten wieder leicht abgenommen hat. Nach einem spannenden Wahlabend im Neustadter Saalbau ist die Bad Dürkheimerin Lea Baßler Anfang Oktober zur 84. Pfälzischen Weinkönigin gewählt worden. Die Pfälzische Weinkönigin vertritt den Pfälzer Wein und die Pfälzer Winzer bei Terminen in der Pfalz, bei deutschen Weinfreunden und auch international.

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