• Dein Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung - warum vor allem Bananen verwertet werden sollten 
  • Wie lange kann man reife Bananen noch essen?
  • Verwendung in Küche und Beauty: 10 Tipps, wie man reife Bananen verwerten kann
  • So gesund sind sie: Braune Bananen enthalten noch immer wichtige Inhaltsstoffe
  • Braune Verfärbungen vorbeugenwie sie richtig lagerst

Reife und bereits verfärbte Bananen sind optisch nicht mehr besonders ansprechend. Dennoch gibt es keinen Grund, sie wegzuwerfen. Denn mit dem Obst kann man noch allerhand anstellen, auch wenn sich seine Schale schon lange braun verfärbt hat und die Konsistenz etwas matschig geworden ist. Wir verraten dir, wie du das Obst vor der Biotonne retten kannst und warum du das sogar dringend tun solltest. 

Dein Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung 

Gelb, krumm und einfach lecker: Bananen. Da sie hier in Deutschland nicht angebaut werden können, nehmen sie einen langen Weg auf sich, um schließlich in unseren Supermärkten zu landen. Sie kommen aus Kolumbien, Ecuador, Costa Rica und Panama und sind dafür bekannt, stark mit Pestiziden behandelt werden zu müssen. Um die anfälligen Stauden zu schützen, sprühen Flugzeuge großflächig Chemikalien über die Plantagen, was Umweltschützer besorgt stimmt.

Doch damit nicht genug: Durch den Transport mit Schiffen und Flugzeugen entstehen hohe Co2-Emissionen, die unsere Umwelt belasten. Vor diesem Hintergrund ist es schon fast tragisch, dass Bananen laut einer Studie der Karlstad University zu den sieben am meisten verschwendeten Produkten in Supermärkten zählen. Dabei kann die Banane so viel – von Kulinarik bis zum Beautygeheimnis – selbst für die Schale findet sich allerlei Verwendung. Wir verraten dir, wie du Bananen sinnvoll einsetzen kannst, anstatt diese in die Tonne zu werfen. 

Wie lange kann man reife Bananen noch essen?

Selbst wenn die Schale einer Banane schon komplett braun oder gar schwarz verfärbt ist, ist sie noch nicht unbedingt schlecht. Hilfreich bei der Einschätzung ist der eigene Geruchssinn. Riecht die Banane beim Öffnen verdorben, sollte sie natürlich aussortiert werden. Dies ist auch der Fall, wenn sie Schimmelspuren aufweist. Wie lange Bananen haltbar sind, ist übrigens von ihrem Zustand beim Kauf abhängig. Auch die Temperatur bei der Lagerung spielt eine Rolle. In der Regel halten sie aber mindestens drei bis vier Tage

10 Tipps, wie du reife Bananen noch verwenden kannst

  • Bananen enthalten viele Vitamine, Kalium und Magnesium
  • Bananen süßen Desserts oder Smoothies auf natürliche Weise
  • Wer reife Bananen noch verwendet, rettet sie vor der Biotonne, beugt somit Lebensmittelverschwendung vor und leistet einen wichtigen Beitrag für unsere Umwelt
  • Neben Desserts, Smoothies, Pancakes und Co. können reife Bananen auch als Haarkur oder Gesichtsmaske verwendet werden

Bananen in der Küche: Smoothies, Eis, Bananenbrot und Co. 

Ist die Konsistenz der Bananen schon matschig und die Farbe des exotischen Obstes nähert sich einem dunklen braun an? Kein Grund zur Sorge! Es gibt noch zahlreiche Möglichkeiten, wie du die Biotonne umgehen kannst. Wie wäre es mit einem frischen Bananenbrot, leckeren Bananen Pancakes, oder Eis? 

Sogar eine vegane Alternative zu Eiern kann das betagte Obst bieten. Du möchtest du in deinen Rezepten auf Eier verzichten? Eine weiche, zerdrückte Banane ersetzt zwei mittelgroße Eier. Durch die Süße der Banane sollte der Zucker im Rezept um 50 g reduziert werden. 

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1) Bananen als natürliche Süße in Smoothies

Die wohl einfachste Variante ist es, die reifen Bananen mit anderem Obst und Gemüse zusammen in einen Mixer zu geben und zu einem Smoothie zu verarbeiten. Die Banane dient als natürliches Süßungsmittel und die matschige Konsistenz wird einfach püriert. Wer es flüssiger mag, kann noch Wasser, Milch oder einen pflanzlichen Drink dazugeben. Aber auch ein leckerer Bananen-Schokodrink lässt sich daraus zaubern. 

2) Der Klassiker: Frisches Bananenbrot 

Gibt es eigentlich etwas Besseres als ein frisches, warmes Bananenbrot? Zusammen mit Schokoladenraspeln und Walnüssen, entsteht zusammen mit den überreifen Bananen ein veganes Wunder. Denn auch dieses Rezept kommt ganz ohne tierische Produkte aus. Die natürliche Süße der Bananen wird durch Ahornsirup unterstützt.

3) Nicecream: Eingefrorene Bananen ergeben ein leckeres, veganes Eis

Wer reife Bananen einfriert, kann sich über eine kühle Erfrischung freuen. Denn gefrorene Bananen bieten die Basis für ein veganes Eis, bei dem man sich den Zucker sparen kann: Die sogenannte Nicecream.
Im ersten Schritt werden die gefrorenen Bananen im Mixer püriert. Wenn das Mixen zu schwerfällig wird, kann man Wasser oder einen pflanzlichen Drink hinzufügen. Die cremige Masse kann anschließend je nach Belieben variiert werden. Wer es schokoladig mag, kann Kakao hinzugeben. Alle Beeren-Fans können stattdessen gefrorene Himbeeren, Erdbeeren oder Brombeeren zu den Bananen gegeben. Wer es exotischer mag, kann auch Kokosflocken zu den Bananen geben und das Ganze dann für 20 Minuten ins Gefrierfach stellen.

4) Zuckerfreie, vegane Bananen-Pancakes – perfekt für dein Frühstück

Du bist auf der Suche nach einem superschnellen und leckeren Frühstück? Wie wäre es denn mit Bananen-Pancakes? Da die kleinen Pfannkuchen keinen zugesetzten Zucker enthalten, eignen sie sich perfekt für eine zuckerreduzierte und ausgewogene Ernährung. Die Banane ist ein echter Star in diesem Gericht und ersetzt durch ihre natürliche Süße nicht den Zucker, sondern auch das für Pfannkuchen übliche Ei. Durch die klebrige Konsistenz der zermatschten Banane kannst du das tierische Produkt einfach weglassen und voila – es entstehen vegane und zuckerfreie Pancakes

Für 12 Pancakes benötigst du: 
1 sehr reife Banane 
150g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
250 ml Pflanzenmilch (z.B. Mandel-, Soja- oder Hafermilch) 
Öl zum Backen der Pancakes

Zunächst vermischst du alle trockenen Zutaten gut miteinander und zerdrückst die Banane mit einer Gabel. Das Bananenmus kann nun zusammen mit der Pflanzenmilch zu den trockenen Zutaten gegeben und gut verrührt werden. Optional kannst du auch etwas Zimt hinzugeben. Sobald das Öl in einer Pfanne erhitzt wurde, können die kleinen Pfannkuchen bei mittlerer Hitze goldbraun gebacken werden.

5) Bananenmus für einen guten Start in den Tag

Ein einfaches Frühstück am Morgen geht schnell und wenn es auch noch gesund ist, kann man gut gestärkt in den Tag starten! Ein Bananenmus aus reifen Bananen ist dafür eine super Grundlage. 

Zutaten für 2 Personen:

  • 5 Bananen
  • 1 Apfel oder Birne
  • 2 EL Erdnüsse
  • optional: 2 EL Rosinen oder 2 TL Hanfmehl oder 2 TL gepuffter Amaranth oder Quinoa

Alternativ kannst du die Bananen auch mit einer Gabel zerdrücken und unter dein Joghurt oder Quark mischen.

6) Bananen auf dem Grill? Warum eigentlich nicht? 

Zu einem Grillabend gehört ein einfaches und leckeres Dessert. Hier lassen sich reife Bananen ganz einfach verwerten! Lege die ungeschälte Banane auf den Grill, bis sie im Inneren warm ist und gib im Anschluss eine Kugel Vanilleeis und einen Schlag Sahne mit auf den Teller - voilà! Wer es schokoladig mag, kann die Bananenschale oben anschneiden und Schokostücke hineinstecken. So schmilzt die Schokolade beim Grillen und bietet ein zusätzliches Geschmackserlebnis.

Beautygeheimnis: Reife Bananen für Haut und Haar

Doch nicht nur in der Küche kann man Bananen verwerten, auch Haut und Haar freuen sich über das exotische Obst. Von Gesichtspeelings, über Haarmasken, bis hin zu einem natürlichen Zahnaufheller, durch die vielen Vitamine und Nährstoffe, wie Kalium, Eisen und Kalzium bewirken Bananen wahre Schönheitswunder.

7) Glatte Haut durch ein Peeling mit reifen Bananen

Wenn die Haut schuppt oder mal wieder etwas extra Aufmerksamkeit benötigt, hilft ein Gesichtspeeling, das ganz einfach aus reifen Bananen hergestellt werden kann. Dafür braucht es nur vier Zutaten:

  • 1 überreife zerdrückte Banane
  • 1 EL Haferflocken
  • 1 EL Honig
  • 2 EL Mandeldrink
Eine Auswahl an natürlichen Peelings finden Sie hier

Die Masse wird auf das angefeuchtete Gesicht aufgetragen  (Augenpartie aussparen!). Danach wird das Peeling mit warmem Wasser abgespült. 

8) DIY-Gesichtsmaske 

Für zusätzliche Pflege und Feuchtigkeit für die Gesichtshaut kannst du auch ganz einfach ein Mus aus Bananen und Honig verwenden. Dazu wird eine überreife Banane zerdrückt und mit 1 TL Honig vermischt. Das Bananenpüree kann dann auf das Gesicht aufgetragen werden, wobei die Augenpartie ausgespart werden muss. Lass die Maske 30 Minuten einwirken und spüle sie dann mit warmem Wasser ab.

9) Weiches Haar dank Bananenmaske?

Bananen sind nicht nur gut zum Süßen von Smoothies, für ein leckeres Dessert oder weiche Haut, sondern auch für die Haare. Ausschlaggebend sind hierbei die vielen Vitamine und Nährstoffe, wie Kalium, Eisen und Kalzium, die auch beanspruchtes Haar wieder stärken kann. Auch Olivenöl und Joghurt helfen, Glanz und Feuchtigkeit zurück in strapaziertes Haar zu bringen. 

Für die Bananen-Haarkur brauchst du: 

  • 1 EL Olivenöl
  • 1 überreife zerdrückte Banane
  • 2 EL Joghurt 

Die Bananenkur wird in das feuchte Haar einmassiert und mit einem Handtuch um den Kopf 20 Minuten im Haar gelassen. Danach kannst du die Kur mit Shampoo auswaschen. 

10) Zähne aufhellen mit Bananenschalen 

Auch für die Schale der Banane findet sich Verwendung, denn sie eignen sich als natürlicher Zahnaufheller. Hierfür reibst du die Innenseite der Schale an deine Zähne und lässt die Pasta etwas einziehen. Nach etwa fünf bis zehn Minuten kannst du die Bananenpaste zusätzlich mit einer trockenen Zahnbürste einarbeiten und schließlich deinen Mund auswaschen und deine Zähne wie gewohnt mit Zahnpasta putzen.

Doch wie entsteht der natürliche Bleaching-Effekt? Die in der Bananenschale enthaltenden Mineralien, wie Kalium, Magnesium und Mangan sollen von den Zähnen aufgenommen werden und können diese bleichen. Nach rund zwei Wochen kannst du die ersten Ergebnisse erwarten. 

So gesund sind braune Bananen

Bananen enthalten viele wertvolle Vitamine und Mineralstoffe wie etwa Vitamin B, Vitamin C, Magnesium und Kalium. Außerdem sind sie aufgrund ihres hohen Fruchtzuckergehaltes und der Kohlenhydrate ein schneller Energielieferant.

Doch selbst wenn die Banane schon braun ist, ist sie noch gesund. In diesem Zustand enthält sie sogar TNF-Proteine, die Krebserkrankungen vorbeugen. Das Protein stärkt auch das Immunsystem und hilft beim Kampf gegen Krebszellen. Außerdem soll auch der Alkaliwert in überreifen Bananen dabei helfen, Krebs zu bekämpfen, indem er die weißen Blutkörperchen aktiviert.

Braune oder schwarze Flecken auf einer Banane sind also alles andere als ein schlechtes Zeichen und schon gar nicht gesundheitsschädlich. Die braunen Flecken am Obst sind nämlich völlig normal und deuten einfach darauf hin, dass die Banane schon etwas gereift ist. Auch dunkle Druckstellen, die zum Beispiel beim Transport entstehen, sind kein Problem. Wer sich dennoch an den Stellen stört, kann sie einfach wegschneiden.

So lagerst du Bananen richtig

Wer die Haltbarkeit von Bananen verlängern will, sollte sie möglichst kühl und lichtgeschützt lagern. Denn Licht und Wärme befördern den Reifungsprozess und können zudem zu einem Verlust der Vitamine führen. Die ideale Lagertemperatur liegt bei 12 bis 14 Grad - der Kühlschrank ist also nicht der richtige Platz für die Tropenfrucht.

Außerdem sollte man darauf achten, Bananen nicht in der Nähe von Äpfeln und Tomaten zu lagern, da beide Lebensmittel Ethen enthalten, das die Reifung ebenfalls vorantreiben kann. Am besten sind Bananen an einer Vorrichtung zum Aufhängen in der Abstellkammer aufgehoben. Durch das Aufhängen werden Druckstellen vermieden. Noch mehr hilfreiche Tipps, wie du die Haltbarkeit von Bananen verlängern kannst, findest du hier.

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