• So wichtig ist Vitamin D
  • Benötigen Kinder extra Vitamin D?
  • Das passiert bei zu viel oder zu wenig Vitamin D

Nahrungsergänzungsmittel gibt es wie Sand am Meer. Man kann sie nicht nur in der Apotheke erwerben, sondern inzwischen auch in jedem Drogeriemarkt. Doch wann sind Präparate wie Vitamin D wirklich sinnvoll und wie sieht es insbesondere bei Kindern aus?

So wichtig ist Vitamin D

Vitamin D nimmt damit eindeutig eine Sonderstellung ein, da es ein Vitamin ist, welches nur gering über die Nahrung aufgenommen werden kann und vielmehr vom Körper selbst hergestellt wird. Es ist unglaublich wichtig, da es an unserem Knochenstoffwechsel beteiligt ist. Es fördert die Aufnahme von Phosphat und Calcium aus dem Darm und auch den anschließenden Einbau in die Knochen. Doch nicht nur das. Vitamin D steuert auch viele weitere Stoffwechselvorgänge und ist ebenfalls an der Bildung von Proteinen beteiligt.

Vitamin D wird auch das "Sonnen-Vitamin" genannt. Das hat auch seinen Grund. Unser Körper stellt einen Großteil mithilfe des Sonnenlichts her. Daher ist es auch entscheidend, regelmäßig an die frische Luft zu gehen und sich wortwörtlich die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen. Das Ganze nennt man auch UVB-Lichtexposition, also die Sonnenlichtbestrahlung der Haut.

Wie schnell und wie viel Vitamin D aufgenommen wird, hängt stark von dem jeweiligen Land, der Region und den dort herrschenden Wetterverhältnissen ab. Außerdem spielt auch die Jahreszeit eine wichtige Rolle, da sich die Sonneneinstrahlung je nach Frühling, Sommer, Herbst und Winter ändert. Daher ist es bei uns in Deutschland im Sommer sehr leicht, unseren Tagesbedarf an Vitamin D decken, im Winter hingegen ist es nicht ganz so einfach.

Benötigen Kinder extra Vitamin D?

In der Regel benötigen gesunde und aktive Erwachsene keinerlei Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel. Wer regelmäßig ins Freie geht und sich gesund ernährt, muss sich normalerweise keine Gedanken machen. Anders sieht es bei älteren Menschen aus, die weniger Vitamin D aufnehmen. Auch verhält es sich bei Kindern definitiv anders. Insbesondere Neugeborene müssen in Deutschland extra Vitamin D verabreicht bekommen. Dies liegt vor allem daran, dass Babys nicht der prallen Sonne und generell nicht zu lange dem Sonnenlicht ausgesetzt werden sollen.

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Obendrein haben Neugeborene im ersten Jahr einen erhöhten Bedarf an Vitamin D, um die Knochen aufzubauen und zu festigen. Selbst im zweiten Lebensjahr ist es durchaus noch sinnvoll, in den Wintermonaten Vitamin D zusätzlich als Tabletten zu geben. Generell wird dabei bei den sogenannten Früherkennungsuntersuchungen (U1 bis U9) in den ersten Monaten und Lebensjahren vom Kinderarzt oder der Kinderärztin darauf hingewiesen und die konkrete Dosierung bestimmt.

Generell ist es unbedingt notwendig, dass du dich gut informierst und beraten lässt, da eine genaue Dosierung von Nahrungsergänzungsmitteln zur Gesundheit deines Kindes beiträgt. Daher ist es auch nicht sinnvoll, irgendeine Dosierungsangabe im Internet nachzusehen, sondern nur beim Arzt oder der Ärztin bestimmen zu lassen.

Das passiert bei zu viel oder zu wenig Vitamin D

Eine genaue Dosierung ist bei Nahrungsergänzungsmitteln immer der entscheidende Punkt, um die eigene Gesundheit nicht zu gefährden. Daher ist eine Einnahme von Präparaten nur dann sinnvoll, wenn auch ein Mangel im Körper besteht. Dies kann man durch einen Bluttest ganz einfach nachweisen und bestimmen lassen. Bei Kindern kann beispielsweise eine Überdosierung an Vitamin D schwerwiegende Folgen haben. Die Blutwerte können sich drastisch verschlechtern und schaden somit der Entwicklung des Kindes. Es kann im schlimmsten Fall sogar zu Vergiftungserscheinungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen kommen.

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Bei einem eindeutigen Vitamin-D-Mangel kann es wiederum dazu führen, dass Kinder eine Rachitis bekommen. Dies ist eine Knochenerweichung, die dazu führt, dass sich die Knochen leicht verbiegen. Das kann wiederum zu einer Wirbelsäulenverkrümmung und zu einer Verbiegung der Beinknochen führen.

Wichtig ist es in diesen Fällen umgehend eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen. Mit einer entsprechenden Einstellung des Vitamin-D-Wertes und einer gesunden Ernährung kann man sowohl eine Überdosierung als auch einen Mangel wieder beheben. Am besten ist es jedoch, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen und dein Kind von Geburt an richtig mit Vitamin D zu versorgen.

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