• Plötzlich Nasenbluten: Was steckt dahinter und ist es gefährlich?
  • Ursachen für Nasenbluten: Warum blutet die Nase?
  • Zwischen welchen Arten von Nasenbluten unterscheiden Mediziner?
  • Wie kann man Nasenbluten stoppen?

Laut Deutschem Bundesverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte (HNO) hatte etwa jeder zweite Erwachsene schon einmal Nasenbluten. Auch bei Kindern kommt es gelegentlich zu Blutungen ohne ersichtlichen Auslöser. Laut dem Verband ist es meist harmlos. Bei wiederholtem Nasenbluten - unabhängig vom Schweregrad - sollte man zum Arzt gehen und die Ursache abklären lassen. Tipp: Wie du richtig reagierst, wenn dein Kind Nasenbluten hat, erfährst du in unserem Artikel.

Nasenbluten: Lokale Ursachen

Nasebluten tritt laut HNO-Bundesverband auf, wenn die feinen Gefäße in der stark durchbluteten Nasenschleimhaut verletzt werden.

Die meisten Blutungen entstehen im vorderen Teil der Nase. Diese sind meist harmlos. Zu gefährlichen Blutungen kommt es oft im hinteren Nasenbereich. Wenn Blut aus der Nase tritt, kann das mehrere Ursachen haben. Mediziner sprechen zum einen von "lokalen Ursachen". Dabei wird das Nasenbluten bei gereizter Schleimhaut zum Beispiel von kräftigem Schnäuzen oder Nasenbohren ausgelöst - wenn die Nasenschleimhaut gereizt ist. Diese kann zum Beispiel durch Klimaanlagen aber auch durch Allergien, wie Heuschnupfen, gereizt werden.

Auch die regelmäßige Verwendung von Nasentropfen oder -sprays tut dem Riechorgan nicht gut. Zu den lokalen Ursachen zählen auch Auslöser wie ein Schlag auf die Nase oder ein Sturz. Ist die Schleimhaut stark geschädigt, können Blutungen auch ohne ersichtlichen Grund auftreten. 

Nasenbluten: Systematische Ursachen, Wachstum und Schwangerschaft

Bei den sogenannten "systematischen Ursachen" ist Nasenbluten das Begleitsymptom einer Erkrankung. Laut dem Bundesverband der HNO zählen vor allem Nierenerkrankungen und Gefäß-Kreislauf-Erkrankungen, wie Bluthochdruck, dazu. 

Aber auch bei fieberhaften Infektionen komme es zur verstärkten Durchblutung der Schleimhäute und damit eventuell häufiger zu Blutungen, so der Verband. Blutverdünnende Medikamente können ebenfall Nasenbluten auslösen. Auch bei Stress kann die Nase bluten. Experten gehen davon aus, dass in solchen Situationen mehr Blut durch die Gefäße fließt.

Bei Kindern und Jugendlichen sorgen starke Wachstumsschübe häufig zu Blutungen in der Nase. Auch Nasenbluten während der Schwangerschaft ist laut Verband völlig ungefährlich. Ursächlich ist dabei die stärkere Durchblutung der Schleimhäute.

Was kann man bei Nasenbluten tun?

Wenn Nasenbluten nur von Zeit zu Zeit oder einmalig auftritt, genügen eigene Maßnahmen. Eine gängige Meinung ist, dass man den Kopf nach hinten neigen sollte. Doch genau das sollte man laut Dr. Claudia Derichs nicht machen.

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Es bestünde die Gefahr, dass Blut in den Magen läuft und man sich übergeben muss, betont die Medizinerin im Patientenmagazin HausArzt. Für den Normalfall gelte: hinsetzen, den Kopf leicht nach vorne beugen und die Nasenflügel für 10 bis 15 Minuten mit Daumen und Zeigefinger zusammendrücken. "Atmen Sie so lange durch den Mund, und lassen Sie nicht los - auch nicht, um zu prüfen, ob die Blutung schon aufgehört hat", rät die Ärztin.

Hilfreich sei auch, eine kalte Kompresse in den Nacken zu legen. "Nach etwa einer Viertelstunde sollte die Blutung gestillt sein." Abschwellende Nasensprays*, zum Beispiel mit dem Wirkstoff Xylometazolin, unterstützen laut Derichs die Heilung, die Gefäße ziehen sich zusammen. Lesenswert: Was du am besten gegen eine Nasennebenhöhlenentzündung tun kannst, erfährst du in unserem Artikel.

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