Deutschland
Energiekrise

Strom sparen: Darf ich mein Handy eigentlich auf der Arbeit laden?

Das Stromsparen zählt in der Krisenzeit zu den Prioritäten. Die Frage, ob du dein Handy auf der Arbeit laden darfst oder nicht, beantworten wir dir.
Das eigene Smartphone muss etwa alle 24 Stunden wieder aufgeladen werden.
Das eigene Smartphone muss etwa alle 24 Stunden wieder aufgeladen werden. Foto: CC0 / Pixabay / C10Maj
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  • Handy aufladen: die Regelungen
  • Stromkosten für das Laden
  • Fazit

Die Strompreise steigen permanent an. Damit wird es für alle Bürger*innen nötig, Strom und Energie zu sparen, wo es möglich ist. Ob es eine potenzielle Stromsparmaßnahme ist, auf der Arbeit das Handy aufzuladen, oder ob du dies lieber unterlassen solltest, verraten wir dir.

Handy auf der Arbeit aufladen: Das solltest du wissen

Die Akkulaufzeit ist bei jedem Smartphone unterschiedlich. Im Durchschnitt hält eine Akku-Ladung etwa 24 Stunden; demzufolge muss, natürlich je nach Nutzung und Akkulaufzeit, das mobile Telefon nach etwa einem Tag immer wieder aufgeladen werden.

Unter anderem sorgen die höheren Brennstoff- und Co2-Preise sowie Kraftwerksausfälle und -abschaltungen dafür, dass die Strompreise in die Höhe schnellen. So steigen auch unsere Stromrechnung immer weiter in die Höhe. Hast du dir bereits intensive Gedanken darüber gemacht, wie du mehr sparen könntest, wird dir vielleicht auch der Gedanke gekommen sein, dein Handy auf der Arbeit aufzuladen. Neben dem finanziellen Aspekt erscheint das sehr praktisch. Doch ist das überhaupt erlaubt?

Grundsätzlich ist es wichtig zu wissen, dass das Aufladen einer Genehmigung bedarf. Erlaubt dein*e Chef*in nicht, dass du das private Telefon an das Stromnetz anschließt, solltest du dies auch nicht tun. In einigen Büros ist das Aufladen der eigenen Geräte sogar offiziell verboten. Tust du es dennoch, droht dir eine Abmahnung. Hörst du danach nicht auf, deine Geräte am Arbeitsplatz zu laden, kann es sogar zu einer Kündigung kommen. Besser ist es, wenn du deine*n Chef*in persönlich darauf ansprichst. Vielleicht ist es ja in Ordnung, wenn du dein Handy ab und an auflädst. Alternativ könntest du nachfragen, ob es möglich wäre, eine Energiepauschale zu verhandeln. Diese würde vom Gehalt abgezogen werden und erlaubt es dir, deine Geräte am Arbeitsplatz zu laden.

So viel kostet das Aufladen des Handys

Ist dein Anreiz dafür, das Handy auf der Arbeit zu laden jener, Geld zu sparen, ist es zuletzt interessant zu betrachten, was du überhaupt sparen würdest. Geht man von einem durchschnittlichen Strompreis von 37,30 Cent pro kWh aus, kannst du grob berechnen, wie viel eine solche Akkuladung kostet.

Wie viel Strom dein Handy benötigt, kannst du auf der Bedienungsanleitung oder der Batterie selbst nachschauen. Durchschnittlich besitzt ein modernes Handy eine Akkukapazität von 4.000 Milliamperestunden (mAh) und eine Spannung von 3,6 Volt (V). Für eine Ladung braucht es etwa 14,4 Wattstunden (Wh).

Bei dem täglichen Aufladen brauchst du pro Jahr rund 5,256 kWh. Bei einem Strompreis von 0,37 Euro, entspricht dies jährlichen Kosten von 1,94 Euro.

Fazit

Ist das Aufladen des Handys in deinem Büro untersagt, lohnt es sich mit Blick auf die vergleichsweise geringe Ersparnis wohl kaum, deinen Job zu riskieren. Hast du jedoch von deinen Vorgesetzten die Erlaubnis dafür erhalten, dein privates Handy auf der Arbeit zu laden, spricht nichts dagegen.