• In deutschen Haushalten leben etwa zehn Millionen Hunde.
  • Einige Hunderassen schaffen es immer wieder in Top 10.
  • Vor dem Kauf sollten die Charaktereigenschaften der Hunde beachtet werden.

Nicht zuletzt durch die Corona-Krise ist die Zahl der Hundebesitzer sprunghaft in die Höhe gestiegen. Mittlerweile lebt in jedem fünften Haushalt ein Hund, schätzt der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH). Vergleicht man die Top 10 verschiedener Quellen miteinander, schaffen es immer wieder die gleichen Rassen in die Bestenlisten, wobei sich die Platzierungen immer etwas verschieben. 

Das sind die Top 10 Hunderassen aus dem Jahr 2020

  • Platz 1:            Labrador Retriever
  • Platz 2:            Französische Bulldogge
  • Platz 3:            Chihuahua
  • Platz 4:            Jack Russel Terrier
  • Platz 5:            Golden Retriever
  • Platz 6:            Australien Shephard
  • Platz 7:            Deutscher Schäferhund
  • Platz 8:            Border Collie
  • Platz 9:            Malteser
  • Platz 10:          Dackel

Die Ermittlung dieser Platzierungen leiten sich aus dem Abschluss bestimmter Hundehaftpflichtversicherungen im Jahr 2020 ab.

Bitte vor dem Hundekauf beachten!

Ein niedlicher Hundeblick, das weiche Fell, die kräftige Statur oder das lebhafte Wesen - egal was dir an den beliebten Fellnasen gefällt, jede Rasse hat ihre Eigenarten. Damit der Hund auch zu dir passt, solltest du dich vorab gut über die spezifischen Eigenschaften der gewählten Hunderasse informieren. Auch bei einem Mischlingshund kannst du die Besonderheiten eventuell herausfinden, wenn die Elterntiere bekannt sind oder das Aussehen Auskunft über die Kreuzungsrassen gibt. Was sind nun die Eigenschaften der Top 10 Hunderassen?

Labrador Retriever: liebenswert, leichtführig, apportierfreudig

Der Labrador stammt ursprünglich aus Großbritannien und wurde dort zur Jagd eingesetzt. Auch heute wird er für seine Apportierfreudigkeit und jagdlichen Fähigkeiten geschätzt. Alternativ bietet sich das Apportieren eines Dummys als Beschäftigung an, wenn der Hund nicht jagdlich geführt wird. Der Labrador wird als Familienhund geschätzt, denn er ist sehr anhänglich und leicht zu erziehen. Der Labrador benötigt Familienanschluss, viel Bewegung und tobt sich gerne im Wasser aus.

Französische Bulldogge: kräftig, klug, empfindlich

Hier versteckt sich das Herkunftsland bereits im Namen. Die kleinen, drahtigen Vierbeiner mit der stumpfen Nase und den stehenden Fledermausohren waren besonders beim französischen Adel beliebt und avancierten schnell zu Modehunden. Sie benötigen allerdings eine souveräne Führung. Zudem neigen die klugen und verschmusten Muskelpakete bedingt durch ihre kurze Kopfform häufig zu Atemproblemen und Schnarchen. Vor Hitze sollten die Hunde unbedingt geschützt werden und die Augen vertragen keine Zugluft.

Chihuahua: mutig, flink, lebensfroh

Trotz ihrer geringen Größe sind die aus Mexiko stammenden Chihuahuas keine Schoßhündchen. Sie sind sehr lauffreudig und verfügen über eine hohe Ausdauer, weshalb Bewegung auch für sie sehr wichtig ist. Sie leben gerne zu zweit oder im Rudel, denn aufgrund ihrer geringen Größe gestaltet sich die Suche nach passenden Spielkameraden oft schwierig. Chihuahuas gibt es sowohl mit kurzem als auch mit langem Fell. Sie wiegen meist zwischen einem und drei Kilogramm und können unter Verzwergungsmerkmalen wie „Apfelköpfchen“ oder hervorstehenden Augäpfeln leiden.

Jack Russel Terrier: lebhaft, mutig, intelligent

Diese Terrier-Rasse entwickelte sich in England aus dem Foxterrier und wurde speziell für die Fuchsjagd gezüchtet. Der Hund zeichnet sich durch seine Lebhaftigkeit und absolute Loyalität gegenüber seinem Besitzer aus. Hundehalter sollten viel Zeit in der Natur mit ihm verbringen. Allerdings verfügt diese Rasse über einen ausgesprochen intensiven Jagdtrieb, was eine konsequente Erziehung verlangt. Die spielfreudigen Hunde verstehen sich gut mit Kindern, wobei sie bei Unstimmigkeiten leicht aufbrausend reagieren können.

Golden Retriever: familienfreundlich, treu, schwimmfreudig

Wie der Labrador stammt auch der Golden Retriever aus Großbritannien und wurde dort bei der Jagd für das Apportieren der Beute eingesetzt (to retrieve=etwas zurückbringen). Aufgrund seines liebenswürdigen Wesens, attraktiven Aussehens und seiner mittleren Größe gehört er jedes Jahr zu den beliebtesten deutschen Hunderassen. Golden Retriever lieben das Wasser und lassen meist keine Pfütze aus. Sie zeichnen sich besonders durch ihren ausgeprägten „Will to please“ aus, also ihrem Willen zum Gehorsam. Aus diesem Grund werden sie häufig als Therapie- oder Blindenhunde ausgebildet. Allerdings ist der „Goldie“ auch sehr verfressen und neigt zu Übergewicht, weshalb großen Wert auf die Ernährung gelegt werden sollte.

 

Australian Shephard: temperamentvoll, ausdauernd, wachsam

Nach wie vor ist der „Aussie“ ein Hüte- und Wachhund, der sich durch einen ausgeprägten Beschützerinstinkt auszeichnet. Seine hohe Lernbereitschaft hält ihn allerdings nicht davon ab, seinen Kopf durchzusetzen, weshalb bei der Erziehung Geduld und Ausdauer gefragt sind. Trotzdem eignet er sich aufgrund seiner freundlichen Art zum Familienhund und ist auch gut verträglich mit Kindern und anderen Haustieren.

Deutscher Schäferhund: selbstbewusst, treu, intelligent

Er zählt zu den bekanntesten Hunderassen weltweit und wurde schon im 7. Jahrhundert als Hüte- und Hofhund gezüchtet. Er ist sehr leistungsbereit und wird heute häufig als Wach- oder als Polizeihund eingesetzt. Die Rasse ist sehr selbstsicher und klug, aber auch sehr anhänglich, treu und kinderlieb. Allerdings sollte vor dem Kauf eines Schäferhundes klar sein, dass er entsprechend ausgelastet und erzogen werden muss.

Border Collie: agil, lernwillig, beschützend

Der Name leitet sich von seinem Ursprungsort ab, der in der Grenzregion zwischen England und Schottland lag (Border=Grenze). Diese extrem sportliche Rasse erfreut sich als Familienhund immer größerer Beliebtheit. Die hochintelligenten Tiere verfügen über eine schnelle Auffassungsgabe und benötigt aus dem Grund auch einiges an „Kopfarbeit“. Zudem führt sein ausgeprägter Hütetrieb dazu, dass der Border Collie alles beschützt, was sich bewegt.

Malteser: quirlig, verspielt, wachsam

Malteser gehören zu den ältesten Hunderassen der Welt und stammen ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Die selbstbewussten und intelligenten Hunde sind sehr spielfreudig und möchten ihre Halter am liebsten überall hinbegleiten. Sie benötigen viel Auslauf und eine konsequente Erziehung. Die tägliche Fellpflege verhindert, dass das weiße, weiche Fell verfilzt und etwa alle drei Monate steht ein Besuch beim Hundefriseur an.

Dackel: mutig, willensstark, intelligent

Die kurzbeinigen Hunde wurden einst für die Dachs- und Fuchsjagd gezüchtet. Und auch heute noch zeichnen sie sich durch ihr Selbstbewusstsein auch gegenüber wesentlich größeren Artgenossen aus. Das macht sie auch zu vorzüglichen Wachhunden. Ihr sprichwörtlicher Eigensinn lässt sich jedoch durch eine konsequente und liebevolle Erziehung bewältigen. Dackel lieben ihre Streicheleinheiten und sind sehr kinderlieb.