• Wann gilt eine Hunderasse als "dumm"?
  • Was macht einen intelligenten Hund aus?
  • Wo steht dein Hund?
  • Rassemerkmale machen "Dummheit" aus

Zahlreiche Studien stecken verschiedene Hunderassen in Schubladen, wo sie als besonders "dumm" oder besonders intelligent bezeichnet werden. Aber wie misst man die Intelligenz eines Hundes? Zum einen gibt es die individuelle Intelligenz oder angeborene Intelligenz oder eben die "Dummheit" eines jeden einzelnen Tieres, die nichts mit der Rasse zu tun hat. Zum anderen werden die Maßstäbe von Intelligenz der jeweiligen Hunderasse an typischen Rasse-eigenen Eigenschaften festgelegt. Die meisten Studien machen die Intelligenz der Hunderassen an ihrer Bereitschaft fest, Befehle zu befolgen und umzusetzen. Vergessen wird bei diesen Bewertungen dabei oft die adaptive Intelligenz des Hundes. Das ist die Facette der Intelligenz, die eigenständiges Denken, Handeln und das Lösen von Problemen möglich macht. Hunderassen, die eigenständig denken, werden deshalb oft - gemeinerweise - als "dumme" Hunderassen bezeichnet. Welche Hunderassen nun als besonders "dumm" gelten, erfährst du im Folgenden.

Der Shih Tzu

Der Shih Tzu wurde einst in den Klöstern Tibets wegen seines guten Gehörs und seiner Fähigkeit, eigenständig zu handeln, gezüchtet.

Der Shih Tzu wurde zusammen mit großen Herdenschutzhunden zur Bewachung der Nutztiere auf den Weideflächen gehalten. Hörten die Shih Tzus aufgrund ihres hervorragenden Gehörs verräterische Geräusche, wie etwa die eines Bären oder Wolfes, schlugen sie Alarm und wiegelten die großen Herdenschutzhunde als Räumkommando auf.

Der Shih Tzu fand bald den weltweiten Weg in die Gesellschaft als Haushund. Aufgrund seines Ursprungs und seines eigenständigen Wesens erfüllt er im Durchschnitt nur rund 30 Prozent der ihm erteilten Befehle und gilt somit als besonders "dumm".

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Der Basset

Der Basset stammt von einer alten, französischen Hunderasse ab. Die Rasse verfügt über einen ausserordentlich guten Geruchssinn.

Der Basset wurde ursprünglich zum Aufstöbern von Niederwild und zum Fährtenlesen gezüchtet. Der Basset ist bei seiner Arbeit als Spürhund nicht schnell, aber Ausdauernd über lange Zeit und lange Strecken. Hat er eine Fährte in der Nase, ist er mehr oder weniger nicht mehr abrufbar und macht sein eigenes Ding.

Dennoch ist er beliebt als Familienhund. Aufgrund seines starken Stöber- und Jagdtriebes gilt er als schwer erziehbar und wahrscheinlich deshalb auch als "dumm".

Der Beagle

Der Beagle ist ein lauffreudiger Hund, der einst zur eigenständigen und selbstbestimmten Treibjagd mit der Meute gezüchtet wurde. Die mutigen, ausdauernden, zähen und selbstbewussten Hunde wurden sogar zur Großwildjagd auf wehrhafte Hirsche, Wildschweine, Wölfe und sogar Bären eingesetzt.

Der Beagle hat längst bei uns Einzug als Familienhund gefunden. Aufgrund seiner Charaktereigenschaften gilt er als schwer erziehbar und lässt sich mehr oder minder beim gemeinsamen Spaziergang ablenken, sobald er eine Fährte in die Nase bekommt.

Das hat ihm vermutlich seinen Ruf als "dumme" Hunderasse eingebracht. Der Beagle ist ein freundlicher Hund, der gerne in Gesellschaft lebt und einen ausgeprägten Bewegungsdrang hat.

Der Barsoi

Der Barsoi stammt aus Russland und gehört zu den Windhunden. Er wurde ursprünglich für die Hetzjagd gezüchtet und zählt zu den schnellsten Landtieren der Erde.

Der Barsoi ist, wie alle Windhundrassen, ein Sichtjäger. Gerade Rüden dieser Hunderasse können ein starkes Selbstbewusstsein ausbilden. Geschätzt wird er heutzutage als ruhiger und treuer Begleithund mit einem liebenswürdigen Wesen.

Der Barsoi genießt den Ruf als "dummer" Hund aufgrund seines starken Jagdtriebes, der ihn mitunter unberechenbar macht und ihn beim gemeinsamen Spaziergang unvermittelt und ganz überraschend zur Hetzjagd aufbrechen lässt.

Der Pekinese

Wie der Shih Tzu und der Lhasa-Apso zählt der Pekinese zu den sogenannten "Löwenhunden", die früher ausschließlich dem chinesischen Kaiserhaus als Palasthunde vorbehalten waren.

Der Sage nach wurde Buddha von kleinen Löwenhündchen begleitet, die sich bei Bedrohung in richtige Löwen verwandeln konnten. Im 19. Jahrhundert gelangte er über Großbritannien zu uns als Gesellschaftshund.

Der Pekinese gilt wohl als "dumm", weil er nicht gleich jedem Mensch seine Zuneigung schenkt. Er ist selbstbewusst und kann störrisch und eigen sein. Dennoch ist er seinem Herrchen gegenüber liebevoll, anhänglich und verschmust.

Englische Bulldogge

Die Englische Bulldogge hat ihren Ursprung in der Zucht als Kampfhund. Englische Bulldoggen waren sogenannte Bullenbeißer, sie mussten gegen Bullen kämpfen.

Die wesentlichen Charaktereigenschaften für den Kampf mussten neben den körperlichen Eigenschaften bei dieser Hunderasse daher Mut, Tapferkeit und Aggressivität sein. Als wahre "Bulldogs" galten Englische Bulldoggen nur, wenn sie bereit waren, bis zum Tode zu kämpfen.

Die Rasse gilt als schwer erziehbar und als "dumm", weil Englische Bulldoggen nicht allzu viel von unbedingtem Gehorsam halten. Dennoch sind sie liebevolle, loyale und aufmerksame Hunde, die von Liebhabern der Rasse sehr geschätzt werden.

Der Chow-Chow

Der Chow-Chow ist eine urtümliche, von anderen Hunderassen genetisch stark abgegrenzte Hunderasse aus China. Überwiegend war der Chow-Chow ein Gebrauchshund, beispielsweise als Schlittenhund, bei der Jagd oder als Hütehund.

Es gibt Hinweise, dass bei dieser Rasse in der Vergangenheit immer wieder Grauwölfe eingezüchtet wurden. Der Chow-Chow ist eine sehr selbsbewusster Hund, was ihn unter Umständen in der Haltung etwas anspruchsvoller macht.

Sein unabhängiges Wesen hat ihm wahrscheinlich das Attribut "dumm" eingebracht. Der Chow-Chow ist ein aufmerksamer Wachhund, der seinem Besitzer treu zur Seite steht.

Der Bloodhound

Der Bloodhound ist ein Laufhund, der ursprünglich aus Belgien stammt und in der Jagd eingesetzt wird. Er dient bis heute als Schweißhund, wo er der Blutspur von verletztem Wild folgt.

Diese Hunderasse hat eine ausgesprochen feine Nase und den unbedingten Willen, das gesuchte Wild zu finden. Es gibt Behauptungen, dass der Bloodhound unter allen Hunderassen der Welt die feinste Spürnase hat. Eine Fährte erschnüffelt er selbst dann, wenn sie bereits Tage alt ist oder die Witterungsbedingungen schlecht sind.

Aufgrund des starken Triebes, nach Fährten zu schnüffeln, braucht der Bloodhound einen erfahrenen Hundeführer. Er ist mit Sicherheit kein Anfängerhund, aber deshalb sollte er nicht gleich als "dumm" gelten. Seinem Besitzer gegenüber ist er sehr treu und reagiert sowohl auf Lob oder Tadel empfindsam. Der Bloodhound ist freundlich und zurückhaltend.

Der Mastiff

Mastiff sind massige, sehr große Hunde aus England, die es in mehreren Rassen gibt. Beispielsweise Molosser. Mastiff wurden im Ursprung als Kriegs-, Jagd- und Wachhunde gezüchtet. Geschätzt wurde bei den Hunden ihre Stärke und Ausdauer, sodass sie zur Jagd oder Hatz auf Bären, Wildschweine oder Stiere eingesetzt wurden.

Mastiffs fanden aufgrund ihrer körperlichen und charakterlichen Eigenschaften Einzug in die Arenen der Hundekämpfe. Sie mussten neben Stieren gegen Wildtiere, wie etwa Bären, kämpfen. Schon alleine aufgrund seiner Größe und seiner Statur ist der Mastiff respekteinflößend und sollte von erfahrenen Hundehaltern gehalten werden.

Warum er in Statistiken als besonders "dumm" gilt, ist nicht erschließbar. Die Reizschwelle der Rasse ist sehr hoch. Ein Mastiff oder molossoider Hund darf keine erhöhte Aggressivität zeigen. In einigen Bundesländern steht er sogar auf der Rasseliste problematischer Hunderassen.

Der Afghanische Windhund

Der Afghanische Windhund oder Afghane ist, wie alle Windhunde, ein Jäger auf Sicht. Bei den Nomaden wurden die Hunde sehr geschätzt und waren für die Familien wertvoller Besitz. Der Afghanische Windhund wurde sogar bei der Beizjagd mit Greifvögeln eingesetzt, um das Wild aufzuscheuchen.

Im Lauf der Zeit entwickelte sich die Rasse immer mehr zum Ausstellungshund. Der Afghanische Windhund gilt als "dumm", weil beim gemeinsamen Spaziergang die Jagdleidenschaft des Hundes durchbrechen kann.

So kann es passieren, dass man einige Vertreter dieser Rasse niemals ableinen kann, ohne dass er durchbrennt. Im Haus ist der Afghanische Windhund ruhig, sanft und liebenswert. Afghanen sind sehr sensibel. Ein zu herber Umgang kann die sanftmütigen Tiere charakterlich schädigen.

 

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