•  Asteroid Apophis: "Gott des Chaos" ändert seine Flugbahn
  • NASA stößt auf katastrophalen Rechenfehler - und ändert Prognose
  • Gefahrenstufe wird von Experten erhöht
  • Droht uns die Kollision? Und wenn ja, wann?

Der Asteroid Apophis wurde bereits 2004 entdeckt und damals als potenziell gefährlich eingestuft. Bislang glaubte man jedoch, dass der 370-Meter große Brocken mindestens in den nächsten Hundert Jahren für die Erde keine Gefahr darstellen werde. Doch offenbar beruht diese Annahme auf einem Rechenfehler. Steht uns schon bald eine Kollision bevor, die katastrophale Ausmaße hat?

Asteroid "Apophis": Forschende bringen zwei Daten ins Spiel - Was passiert 2029 und 2068?

Der 370 Meter große Brocken bahnt sich  seinen Weg in Richtung Erde. Hatten Forscher einen Aufprall des Asteroiden Aphosis auf unserer Erde zunächst noch ausgeschlossen, scheint die Gefahr nun doch nicht mehr allzu weit entfernt zu sein. Der Asteroid hat seine Flugbahn geändert und könnte bereits in 47 Jahren für eine riesige Katastrophe auf der Erde sorgen. Ein Einschlag wäre laut Experten so heftig, wie 18 Atombomben gleichzeitig.

"Unsere Beobachtungen zeigen, dass der Asteroid von seinem rein gravitativen Orbit wegdriftet", sagt der amerikanische Astronom Dave Tholen. Der Experte ist Teil des Forschenden-Teams der Universität von Hawaii, die Aphosis 2004 entdeckt hatten. Dem Experten zufolge scheint die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenstoßes mit der Erde im Jahre 2068 nicht ausgeschlossen zu sein. 

Bereits im Jahr 2029 soll sich der Asteroid Apophis erstmals der Erde gefährlich nähern. Er wird laut Forschenden dann sogar mit dem bloßen Auge zu sehen sein. Eine Kollision in diesem Jahr schließen die Experten allerdings aus. 

Jarkowski-Effekt: Warum änderte der Asteroid "Apophis" seine Flugbahn? 

Du fragst dich sicher zurecht: Wie kann es sein, dass die NASA die Gefahr so falsch eingeschätzt hat? Schuld ist der sogenannte Jarkowski-Effekt. Asteroiden werden von der Sonne beschienen und heizen sich im Sonnenlicht minimal auf. Dabei wird die Oberfläche dann unterschiedlich warm. Die sogenannte "Morgenseite" des Asteroiden ist nach der Nacht noch kühl, während die "Abendseite" nach dem langen Sonnenschein am wärmsten ist.

Die wärmeren Bereiche geben mehr Infrarotstrahlung in den Weltraum ab als die kühleren Bereiche – und somit gibt es an den wärmeren Stellen einen etwas stärkeren Rückstoß. Dieses Phänomen heißt Jarkowski-Effekt. Zwar sind die dabei auftretenden Kräfte winzig klein, aber im Laufe der Zeit summieren sie sich und ändern dann deutlich die Bahn des Asteroiden. Das ist bei Apophis, dem "Gott des Chaos", nun der Fall. Jährlich soll es zu einer Kursabweichung von 170 Metern kommen.