Am Mittwoch teilte das katholische Bistum Speyer mit, die Überwachungskamera für Kohls Grab werde aus einer Wohnung des nahen Pfarrhauses mit Strom versorgt. Die Rechnungen gingen an die Witwe von CDU-Altkanzler Kohl (1930-2017). In der derzeit leerstehenden Wohnung beginne im Laufe des nächsten Jahres ein Umbau. Dann werde diese «provisorische» Stromversorgung der Überwachungskamera eingestellt. Zuvor hatte der SWR darüber berichtet.

Kohl, geboren und gestorben im nahen Ludwigshafen, war von 1982 bis 1998 Bundeskanzler. Er gilt als einer der Architekten des modernen Europas. Vor allem brachte er die Europäische Integration voran und war federführend für die Gründung der EU 1993 sowie bei der Einführung des Euro zur Jahrtausendwende. 1999 räumte er ein, Spenden an die CDU von gut zwei Millionen D-Mark nicht im Rechenschaftsbericht angegeben zu haben. Kohl lehnte es ab, die Namen der Spender zu nennen, weil er ihnen das Ehrenwort gegeben habe. Das brachte ihm Kritik ein.