Mit der Verleihung des Versöhnungspreises wolle die Stiftung «die vielen Einsätze in der Welt in ziviler Konfliktbewältigung» würdigen, sagte Jensen. Künftig werde die Auszeichnung jährlich erfolgen. Die letzte Ehrung liegt länger zurück: Zuletzt 2007 war die österreichische Friedensaktivistin und Autorin Hildegard Goss-Mayr geehrt worden.

Das «Forum Ziviler Friedensdienst» unterstütze Friedensorganisationen in 13 Ländern und stehe für «praxiserprobte, gewaltfreie Alternativen im Umgang mit Konflikten», teilte die Institution mit. In der Ukraine zeige die Organisation gerade mit lokaler Unterstützung, dass auch in Zeiten des Krieges Friedensarbeit «möglich und wichtig» sei.

Das Frauennetzwerk «PeaceWomen Across the Globe» unterstütze Frauen in Krisen- und Kriegsgebieten, hieß es. Die Bedeutung der Projekte werde gerade bei «dem aktuellen Krieg in der Ukraine und den Folgen der Machtübernahme durch die Taliban in Afghanistan» deutlich. Die Laudatio auf diese Organisation wird die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) halten, die Mitstifterin in der Klaus Jensen Stiftung ist.

Die Klaus Jensen Stiftung unterstützt Projekte der Gewaltprävention, Mediation und Versöhnung im In- und Ausland. Sie wurde 2003 von Klaus Jensen gegründet, der von 2007 bis 2015 Oberbürgermeister in Trier war. Jensen und Dreyer sind verheiratet.