«Rheinland-Pfalz ist das einzige Bundesland, das in keiner der drei für den Zahnreport untersuchten Altersgruppen Verbesserungen bei der Zahngesundheit zeigt», sagte Kleis. Sie forderte, die Gesundheitskompetenz der Patientinnen und Patienten zu verbessern. «Wir wissen seit langem, dass sich viele Zahnerkrankungen vermeiden lassen.» Neben der persönlichen Mundhygiene und einer zahngesunden Ernährung nannte sie die Prophylaxe.

Trotzdem stehe Rheinland-Pfalz im Bundesvergleich aber gut da, sagte Kleis. Die durchschnittliche Zeit ohne eine Zahntherapie sei 2020 unter den 20-Jährigen nur noch im Saarland (4,9 Jahre) und in Baden Württemberg (4,8 Jahre) länger gewesen. Im Bundesdurchschnitt betrug sie 4,4 Jahre. In der Altersgruppe der 40-Jährigen liegt Rheinland-Pfalz auf Rang fünf und ebenfalls über dem Bundesdurchschnitt mit 1,9 Jahren. Bei den 60-Jährigen war die Pause ohne Behandlung beim Zahnarzt nur noch im Saarland (2,3 Jahre) länger (Bund 1,6 Jahre).

Untersucht wurden rund 340.000 Rheinland-Pfälzer, die zwischen 2012 und 2020 bei der Barmer versichert waren. Dies sei für das Land und die Landkreise eine repräsentative Größe, sagte Kleis.