Wegen der Flutkatastrophe im Juli haben vielen Menschen wichtige Gegenstände verloren. Jetzt versucht die Kreisverwaltung Ahrweiler, diese Gegenstände mit ihren ehemaligen Besitzer*innen wieder zu vereinen. Beim Sonderfundbüro der Kreisverwaltung können Fundstücke abgegeben und hoffentlich von ihren Besitzer*innen gefunden werden. 

Bisher wurden über 300 Fundstücke abgegeben. 

Portemonnaies, Schmuck und vieles Mehr 

Nur sechs Tagen nach dem katastrophalen Hochwasser im Juli wurde ein Sonderfundbüro von der Kreisverwaltung Ahrweiler eingerichtet. Ziel war es, Fundstücke zu sichern und eine zentrale Anlaufstelle für Bürger*innen zu bieten, heißt es in der offiziellen Mitteilung der Kreisverwaltung.

Unter anderem wurden Uhren, Schmuck, Schlüssel und Portemonnaies beim Fundbüro abgegeben.  Aber auch Schutzanzüge der Feuerwehr oder verschlossene Geldkassetten liegen bei der Kreisverwaltung. Über den genauen Inhalt gibt es keine näheren Angaben, von Ersparnissen bis Wertsachen könnte sich alles darin befinden.

Auch längst verloren geglaubte Ausweisdokumente sind im Sonderfundbüro abgegeben worden, berichtet die Kreisverwaltung. Sie waren lange vor der Flut als gestohlen gemeldet worden. Jetzt kann sich der Besitzer oder die Besitzerin freuen, dass ein*e ehrliche*r Finder*in die Unterlagen beim Fundbüro hinterlegt hat.

Mehr als 300 Fundstücke abgegeben

Seitdem das Sonderfundbüro eingerichtet wurde, wurden mehr als 300 Fundstücke aus dem Flutgebiet abgegeben. Die Arbeit ist nicht einfach, da alle abgegebene Wertsachen gereinigt, getrocknet und katalogisiert werden müssen. Auch das Zuordnen der Fundstücke zu ihren Besitzer*innen ist oft keine kurzweilige Aufgabe, außer bei Portemonnaies, wobei Ausweise zur Verfügung stehen.

Unter den abgegebenen Fundstücken befinden sich auch Wertsachen, die erst während der Aufräumarbeiten verloren wurden, zum Beispiel Rucksäcke mit Werkzeugen.

Das Sonderfundbüro kann montags bis donnerstags, 8-16:00 Uhr und freitags, 8-12:30 Uhr unter 02641/975940 erreicht werden.