• Wassertemperaturen in der Deichwelle in Neuwied gesenkt
  • Verhaltene Besucher*innen - Daran kann es liegen
  • So hoch ist aktuell die Temperatur in den Becken 

Die Energiekrise aufgrund des Ukraine-Kriegs ist auch an den Schwimmbädern nicht vorbeigegangen. Die Temperaturen der Schwimmbecken wurden zum Beispiel in vielen Bädern gesenkt. inRLP.de hat mit Svenja Kurz, der Verwaltungsleitung der Deichwelle in Neuwied gesprochen.

Deichwelle in Neuwied: Muss ich beim nächsten Schwimmbadbesuch jetzt frieren?

Viele Bäder haben bereits angekündigt, zum Winter hin ihre Wassertemperaturen zu senken, um Energiekosten zu sparen. So auch das Schwimmbad Deichwelle in Neuwied. Die Verwaltungsleitung Svenja Kurz erklärt jedoch, dass sie die Wassertemperatur bereits im Sommer um zwei Grad und die Lufttemperatur um ein Grad gesenkt haben, als sie von der Energiekrise erfuhren.

Aktuell beträgt die Badetemperatur nach den Senkungen 26 Grad im Schwimmerbecken und 29 bis 30 Grad im Nichtschwimmerbecken. Im Nichtschwimmerbecken wäre eine noch weitere Senkung der Temperatur nicht möglich, sagt Kurz. Das liegt vor allem an den Schulklassen und Kindern, die sich hauptsächlich in diesem Becken aufhalten.  

Sie erklärt, dass mittlerweile eine andere Heizmethode in Freibädern verwendet wird, sodass weniger Energie verbraucht wird. Darüber hinaus wurden in der Deichwelle zwei der sechs Saunen außer Betrieb gesetzt. Ausnahmen werden hier beispielsweise nur am Wochenende bei Hochlastzeiten gemacht. Unter der Woche bleiben sie dauerhaft außer Betrieb. 

Besuchereinbußen in der Energiekrise?

Doch gibt es aktuell Besuchereinbußen durch die Energiekrise? Svenja Kurz sagt dazu: "Wir merken schon, dass die Gäste ein bisschen verhaltener werden.“ Als die Corona-Krise es wieder zuließ, hätten die Besucher*innen erst "einmal die Bude eingerannt", erzählt Kurz weiter. Der Nachholbedarf war, wie in vielen anderen Bereichen auch, eindeutig zu erkennen. Im Großen und Ganzen würden die Gäste aber Verständnis haben. Nach den schweren Coronazeiten sind Kursteilnehmer*innen und Schulklassen eher wieder froh, überhaupt Angebote wahrzunehmen. 

Aktuell würde es nach den Angaben des Bades wieder ein wenig ruhiger werden, wobei man nicht feststellen könne, woran das liege. Kurz' Einschätzung nach könnte es auch weiterhin mit der wieder anlaufenden Coronawelle in Zusammenhang stehen. Es gebe weiterhin Menschen, die im Herbst beziehungsweise Winter vorsichtiger sind als sonst, wenn sie sich mit fremden Menschen umgeben, so die Leiterin. 

Als weiteren Faktor für den aktuellen Rückgang bei den Besucher*innen nennt Kurz die weniger werdenden Freizeitaktivitäten. Aktuell seien diese aufgrund der angedrohten Preissteigerungen nur in einem geringeren Umfang möglich. Hinzu kommen die örtlichen Baumaßnahmen. So musste zum Beispiel die Rutsche im Schwimmbad, die ein absoluter Publikumsmagnet war, abgebaut werden.