IKEA startet ein neues Recyclingkonzept in 14 Einrichtungshäusern, darunter auch in die Filiale Koblenz. Dabei kannst du alte Bettdecken und Kopfkissen ein neues Leben schenken. Die alten Produkte werden für die Produktion von neuen Bettdecken und Kopfkissen verwendet - direkt vor Ort. 

So kannst du auch an diesem neuen Programm des schwedischen Möbelunternehmens teilnehmen. 

"Aus alten Produkten werden wieder neue" 

IKEA wird grüner. Das große Möbelgeschäft aus Schweden startet am 19. März ein neues Recyclingkonzept bei 14 Einrichtungshäusern in Deutschland, darunter auch in Koblenz. Durch das neue Konzept kannst du deine alten Bettdecken und Kopfkissen zu IKEA bringen und sie werden vor Ort für die Produktion neuer Waren verwendet.

"Damit möchten wir für möglichst viele Menschen das abstrakte Thema der Kreislaufwirtschaft erlebbar machen, indem wir zeigen, wie wir alle zusammen Ressourcen nachhalten nutzen können", sagte Berna Brandsaeter, Business Development Managerin IKEA Deutschland, in einer Pressemitteilung der Firma.

Das Ziel des neuen Programms sei, eine echte Kreislaufwirtschaft zu erstellen, wobei alte Produkte wieder neu werden. Das Beste an einem solchen Programm ist, dass die Produkte so lange wie möglich im Gebrauch bleiben, eine Sache, die nicht so einfach ist, wie es anhört, sagt Indra Enterlein, die Leiterin Ressourcenpolitik beim NABU. Das neue Konzept von IKEA Deutschland soll die Lebenszeit von Bettdecken und Kopfkissen um mehreren Jahren verlängern. 

Drei europäische Länder bei dem Pilotprojekt dabei 

Das Recyclingkonzept von IKEA wird nicht nur in Deutschland, sondern auch in den Niederlanden und Belgien getestet. Die Vision von IKEA sei, dass das Konzept bald in allen möglichen Standorten rund um Europa zur Verfügung stehen wird. Bis 2030 soll alle IKEA-Produkte ausschließlich aus erneuerbaren und recycelten Materialien hergestellt werden.

Das neue Projekt läuft von 19. März bis 31. Mai. Im derzeit laufenden Testzeitraum bis zum Projektbeginn im März erhalten Kund*innen für ihre zurückgebrachten Produkte einen Rabatt-Coupon von 20 Prozent. In den teilnehmenden IKEA Einrichtungshäusern kann der Gutschein eingelöst. Die alten Produkte müssen nicht bei IKEA gekauft worden sein. Laut eigenen Angaben des Unternehmens nimmt IKEA "sowohl Produkte aus natürlichen Fasern wie Daunen und Federn als auch solche aus synthetischen Materialien zurück".

Das ultimative Ziel des ganzen Programms sei, Kund*innen von IKEA für ihre eigenen Recyclingkonzepte zu inspirieren. "Wir möchten auch zeigen, wie jede*r Einzelne den Lebenszyklus der eigenen Möbelstücke verlängern kann und mit Tipps und Tricks zu einem nachhaltigeren Konsum inspirieren". Auch IKEA-Einrichtungshäuser in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Berlin, Hamburg und Niedersachsen nehmen an dem Programm teil.  

Fundgrube wird Circular Hub

In Zukunft soll auch die Fundgrube des Einrichtungshauses verändert werden. Hier werden Möbelstücke bei Bedarf aufbereitet und anschließend neu verpackt und weiterverkauft - von Retouren über Ausstellungstücke bis hin zu gebrauchten Produkten aus dem Service "Zweite Chance". Die Fungrube soll in Circular Hub umbenannt und das Angebot ausgebaut werden.

"Damit möchten wir den wieder aufbereiteten Produkten einen höheren Wert geben und einen transparenten Einblick in unsere Arbeitsweise geben", so Berna Brandsaeter. "Auch möchten wir zeigen, wie jede*r Einzelne den Lebenszyklus der eigenen Möbelstücke verlängern kann und mit Tipps und Tricks zu einem nachhaltigeren Konsum inspirieren."

An dem Projekt sollen neben dem IKEA-Einrichtungshaus in Koblenz auch weitere Filialen in Deutschland teilnehmen: IKEA Siegen, IKEA Wuppertal, IKEA Dortmund, IKEA Duisburg, IKEA Düsseldorf, IKEA Kaarst, IKEA Kamen, IKEA Berlin-Lichtenberg, IKEA Berlin-Spandau, IKEA Berlin-Waltersdorf, IKEA Hamburg-Altona, IKEA Hannover EXPO-Park und IKEA Großburgwedel.