• Koblenz: Wärmehallen für frierende Menschen im Winter
  • Koblenz verzichtet auf "Effektbeleuchtung"
  • Für den Fall eines Stromausfalls hat die Stadt konkrete Maßnahmen vorgesehen

Die kommende Gasknappheit und steigende Preise machen vielen Menschen Angst vor dem kommenden Winter. Wenn die Temperaturen sinken, könnte die Situation dramatisch werden, insbesondere für Menschen mit niedrigem Einkommen. Vor diesem Hintergrund beschloss die Stadt Koblenz bereits erste Sofortmaßnahmen für den Winter.

Wärmeinseln in Koblenz: "Es sollen Angebote sein, die möglichst in allen Stadtteilen fußläufig erreichbar sind"

Koblenz verzichtet auf "Effektbeleuchtung", das heißt die Straßenbeleuchtung wird später ein- und früher ausgeschaltet. Die Nachtbeleuchtung des Deutschen Ecks beim Zusammenfluss von Rhein und Mosel ist abgeschaltet. Auch Kirchen werden nicht mehr illuminiert. Das Wasser in zwei Hallenbädern in Koblenz ist ab jetzt vier Grad kühler.

Auch die Temperaturen in städtischen Gebäuden werden laut Auskunft des Rathauses gesenkt. "Grundschulen und Kitas sind davon aber ausgenommen", heißt es. In Sporthallen soll die Temperatur nur noch maximal 17 Grad erreichen. Es werden Schritte unternommen, um sicherzustellen, dass keine Energie mehr verschwendet wird.

Die nächste Maßnahme sollen die Orte sein, wo sich die Koblenzer*in aufwärmen und mindestens einige Stunden verbringen können. Diese Orte werden Wärmeinseln genannt und sollen verhindern, dass Menschen gesundheitliche Schäden davontragen oder gar im Winter erfrieren. Auf Anfrage von inRLP.de verweist der Pressereferent der Stadt Koblenz Thomas Knaak darauf, dass Koblenz Wärmeinseln vorbeireitet. "Ja, in der Tat bereiten wir da etwas vor. Es sollen Angebote sein, die möglichst in allen Stadtteilen fußläufig erreichbar sind", gibt Knaak bekannt.

Im Fall von Stromausfall: "Koblenz hat eine größere Anzahl an mobilen Stromerzeugern angeschafft"

Da die Wärmeinseln nur für den temporären Aufenthalt gedacht sind, hat die Stadt auch weitere Notunterkünfte für bedürftige Menschen vorbereitet. "Drei größere Sporthallen, die über die Stadt verteilt sind, können mit Feldbetten ausgestattet werden, um bei Bedarf Menschen zu beherbergen", erklärt Knaak.

Und wenn es zum Stromausfall kommt, hat die Stadt Koblenz vorsorglich eine größere Anzahl an mobilen Stromerzeugern angeschafft, die dann, etwa zum Beheizen der Wärmeinseln, zum Einsatz kommen können.