• Lange Hitzeperiode macht Wildtieren Probleme
  • Wildtieren gehen deren Wasserstellen aus
  • So kannst du städtischen Wildtieren helfen

Dieser Sommer ist heiß, trocken und vor allem regenlos. Genau diese Punkte machen es gerade städtischen Wildtieren besonders schwer, genügend Wasser zu finden. Bei der Trinkwasserversorgung machen sich Menschen oft keine Gedanken um die Wildtiere ihrer Städte. Das möchte die Bürgerliste Neuwied jetzt ändern und bittet alle Bürger*innen mehr Wasserstellen zu schaffen. 

Neuwied/Region: Immer öfter sieht man "dehydrierte und geschwächte Eichhörnchen, Bilchen, Igel, Fledermäuse und Vögel"

Nach Angaben einer Tierärztin aus Neuwied falle das Trinkwasserproblem von Wildtieren in der Regel nicht auf, da die meisten Menschen immer mit Trinkwasser versorgt seien. Doch das Problem müsse präsenter werden, denn "Wildtierstationen und Tierärzte werden immer häufiger mit dehydrierten und geschwächten Eichhörnchen, Bilchen, Igeln, Fledermäusen und Vögeln konfrontiert", berichtet die Fraktionsvorsitzende Dr. Jutta Etscheidt in einer Pressemitteilung. 

Jetzt ist es für die Bürger*innen aus Neuwied an der Zeit, den Wildtieren zu helfen. Wenn du helfen willst, kannst du flache Schalen mit Wasser füllen. Säugetiere holen ihr Wasser vom Boden und Vögel sowie Fledermäuse etwas erhöht, damit sie einen "guten Rundumblick" haben, berichtet Etscheidt. Durstige Insekten suchten ihr Wasser eher an halb untergetauchten Steinen, die zusätzlich einen guten Landeplatz bieten. 

An diesen Orten kannst du die Wasserstellen am besten aufstellen: 

  • Im Garten
  • Auf dem Balkon
  • Vor oder hinter dem Mietshaus
  • In Innenhöfen
  • Auf der Fensterbank

Die Schalen solltest du täglich mit heißem Wasser reinigen und neu befüllen, damit die Tiere sich untereinander keine Krankheiten übertragen können. Alle Wasserstellen außer die für Insekten sollten im Schatten stehen. Falls du eine Regentonne oder größere Wassergefäße aufstellst, denke daran ein Brett, ein Ast oder Ähnliches anzubringen. Ohne diese Ausstiegshilfen könnten die Tiere auf der Suche nach Wasser stürzen und ertrinken.