• 61-Jähriger innerhalb von 12 Stunden dreimal von der Polizei kontrolliert
  • Beschuldigter setzte sich mehrfach über Verbote der Polizei hinweg
  • Trunkenheit am Steuer

Die Verkehrsdirektion in Koblenz hatte es am Sonntag (30. Oktober 2022) mit einem besonders dreisten Autofahrer zu tun: Innerhalb von zwölf Stunden mussten sie denselben Mann dreimal wegen Trunkenheit am Steuer anhalten.

Uneinsichtiger Verkehrssünder in Koblenz: 61-Jähriger dreimal von der Polizei kontrolliert

Bei dem Verkehrssünder handelt es sich um einen 61-jährigen Polen. Zum ersten Mal auffällig wurde er gegen 2.00 Uhr in Nordrhein-Westfalen, wo ihn Polizeibeamte kontrollierten. Zu diesem Zeitpunkt habe der Mann bereits unter Alkoholeinfluss gestanden.

Aufgrund seiner Trunkenheit wurde dem 61-Jährigen die Weiterfahrt verwehrt. Von diesem Verbot wollte der Mann jedoch nichts wissen und setzte sich darüber hinweg. So kam es dazu, dass er etwa zwei Stunden später durch Beamt*innen der Verkehrsdirektion Koblenz auf der Autobahn fahrend angetroffen wurde.

Der Autofahrer wurde erneut kontrolliert, wobei sich zeigte, dass er noch immer unter Alkoholeinfluss stand. So ergab ein Atemalkoholtest einen Wert von knapp 1,6 Promille. Dem Beschuldigten wurde eine zweite Blutprobe entnommen und anschließend der Führerschein entzogen. Zudem nahmen ihm die Beamt*innen den Fahrzeugschlüssel ab, um ihn an der Weiterfahrt zu hindern. Nach Zahlung einer Sicherheitsleistung wurde er entlassen und zur Ausnüchterung in ein Motel gebracht.

Weil er kein Unrechtsbewusstsein zeigte: Auto beschlagnahmt und verschrottet

Auch dass ihm der Führerschein entzogen und der Autoschlüssel abgenommen wurde, zeigte keine Wirkung: Noch am frühen Nachmittag wurde der Mann erneut, in seinem Auto fahrend, auf der Autobahn gesichtet. Wie die Polizeidirektion Koblenz mitteilt, hätte die Streifenwagenbesatzung ihren Augen nicht getraut, als sie den Mann erneut auf der Autobahn antrafen.

Der immer noch stark alkoholisierte 61-Jährige wurde erneut zur Dienststelle gefahren, wo ihm die dritte Blutprobe innerhalb von zwölf Stunden entnommen werden musste. Der 61-Jährige hatte sich wohl, nachdem er nach der zweiten Polizeikontrolle eigentlich zum Ausnüchtern in ein Motel gebracht worden war, durch ein Taxiunternehmen vom Motel zum Abstellort des PKW fahren lassen. Dorthin brachte ihm ein Bekannter einen Ersatzschlüssel für das Auto.

Da der Beschuldigte keinerlei Unrechtsbewusstsein zeigte, betrunken Auto fährt und somit eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt, wurde sein PKW beschlagnahmt. Das Auto soll verschrottet werden. Neben dem Verlust seines Autos muss der Beschuldigte auch eine Sicherheitsleistung in Höhe von 2.000 Euro erbringen.