• Erneute Sprengung von Geldautomaten in Rheinland-Pfalz 
  • Mehrere versuchte und erfolgreiche Sprengungen in den letzten Tagen 
  • Polizei sucht nun nach Hinweisen

Kriminelle haben zwei Geldautomaten im Westerwaldkreis und im Hunsrück gesprengt. In der Nacht zum Donnerstag (24. November 2022) war ein Bankautomat in Hundsangen (Westerwaldkreis) und einer in Kirchberg (Rhein-Hunsrück-Kreis) betroffen. Doch dies waren nicht die einzigen Fälle, die sich im Norden von Rheinland-Pfalz in den vergangenen Tagen ereigneten.

Geldautomatensprengungen in Rheinland-Pfalz: Polizei bittet um Mithilfe

Wie hoch der Schaden in Hundsangen und Kirchberg war und ob die Täter bei den Sprengungen Geld erbeuteten, war einem Sprecher der Polizei zufolge zunächst unklar. In beiden Fällen suchte die Polizei nach Zeug*innen, die Auskunft zu Täter*innen oder deren Flucht geben könnten. Wie das Polizeipräsidium Koblenz am Donnerstagmorgen mitteilte, ermittelt die Kriminalpolizei in den beiden Fällen.

Tatsächlich waren die Vorfälle in Hundsangen und Kirchberg jedoch nicht einzigen Geldautomatensprengungen im nördlichen Rheinland-Pfalz in den letzten Tagen. So wurde bereits in der Nacht zuvor (23. November 2022) im Koblenzer Stadtteil Karthause ein Geldautomat gesprengt. Auch hier bittet die Polizei die Bevölkerung um Mithilfe

In Bleialf (Landkreis Bitburg-Prüm) hatte eine Frau am frühen Mittwochmorgen (23. November 2022) die Polizei gerufen, nachdem sie das beschädigte Geldausgabefach eines Geldautomaten entdeckt hatte. Wie das Polizeipräsidium Trier berichtete, hatten mindestens zwei Täter versucht, den Geldautomaten zu sprengen. Zu einer weiteren gescheiterten Sprengung eines Geldautomaten war es am Dienstag (22. November 2022) in Kaifenheim (Landkreis Cochem-Zell) gekommen.

Meist waren die Täter in einem hochmotorisierten Fahrzeug geflohen

Die Polizei in Trier vermutet derzeit einen Zusammenhang zwischen einer Sprengung und einem Geisterfahrer, der am Mittwoch (23. November 2022) vor einer Verkehrskontrolle geflüchtet und durch eine Baustelle in der Nähe von Bitburg gefahren war. In allen jüngsten Fällen außer in Bleialf konnte die Polizei zudem bestätigen, dass die Täter in einem hochmotorisierten Fahrzeug vom Tatort flohen.

Insgesamt schlugen Täter in diesem Jahr landesweit schon 43 Mal zu, wie eine Sprecherin des Landeskriminalamts (LKA) in Mainz am Donnerstag gegenüber der dpa mitteilte. Ob es bei den jüngsten Fällen im Norden von Rheinland-Pfalz Zusammenhänge gibt, wird laut Polizei nun geprüft.

In der Regel seien überregionale Tätergruppierungen für die Sprengungen verantwortlich, die auch große Anfahrts- und Fluchtwege in Kauf nehmen. Das bestätigte das LKA. In den vergangenen Jahren seien an den Sprengungen meist organisierte Tätergruppen aus den Niederlanden beteiligt gewesen. Trotz vieler Sprengungen wird in Rheinland-Pfalz den Angaben zufolge etwa jeder dritte bis vierte Fall aufgeklärt.