• Umstrittene Band Pantera tritt nicht bei "Rock am Ring" auf 
  • Veranstalter teilen Statement zu der Entscheidung
  • Viele Festival-Fans begrüßen den Beschluss

Nachdem ein altes Video, in der der Sänger der Band Pantera unter anderem den Hitlergruß gezeigt haben soll, im Netz aufgetaucht war, teilten die Veranstalter des Musikfestivals "Rock am Ring" am Montagabend (23. Januar 2023) mit: Die Heavy Metal-Band Pantera wird dieses Jahr nicht auftreten. Die Entscheidung kam wohl für die meisten Fans des Festivals wenig überraschend, denn es war bereits heftige Kritik gegen die Musikgruppe laut geworden. 

Rock am Ring 2023: Pantera wird aus dem Line-up gestrichen

Der Grund für den Aufschrei: Der Sänger der US-amerikanischen Band, Phil Anselmo, wurde 2016 aufgenommen wurden, wie er sich auf einer Bühne rassistisch geäußert und den Hitlergruß gezeigt haben soll. Der Sänger entschuldigte sich, aber kritisch sahen viele den Vorfall dennoch, vor allem da das Schwesternfestival "Rock im Park" auf dem ehemaligen NS-Reichsparteitagsgelände stattfindet.

Auf der Instagramseite veröffentlichten die Veranstalter "Rock am Ring" ein Statement, indem sie ihre Entscheidung begründen. "In den letzten Wochen haben wir viele intensive Gespräche mit Künstler*innen, unseren Partner*innen und euch, den Festival-Fans, geführt, uns mit der Kritik weiter gemeinsam auseinandergesetzt" schreiben sie und hätten aus diesem Grund die Band aus dem Programm genommen. 

Nun wurde auch die Ankündigung des Line-ups auf der Homepage der Veranstaltungen aktualisiert und Pantera befindet sich nicht mehr im Line-up des größten Musikfestivals Deutschlands. Auf den Social Media Kanälen findet sich viel Lob zu der Entscheidung.

Pantera wieder ausgeladen: Viele Festival-Fans begrüßen die Entscheidung

So schreibt eine Nutzerin unter den Instagrambeitrag "Haltung ist sexy! Lieben wir" oder auch "Gut so! Nach HitIergruß, white power-schrei UND serbischem Drei-Finger-Gruß konnte ihm doch keiner abkaufen, dass er "nur besoffen" war und andere Ausreden". Auch ein User begrüßt die Entscheidung: "Die einzig richtige Entscheidung, Rassismus und Faschismus gehört keine Bühne geboten."

Doch für ein paar Festival-Fans ist die Entscheidung aber auch nicht nachvollziehbar: "Nach vielen Jahren Rock am Ring bin ich damit endgültig raus. Ich hoffe, ihr bietet Möglichkeiten zur Rückabwicklung der Karten. Sehr schwach von euch." schreibt ein Nutzer enttäuscht.

Ein Fan macht auf Facebook seinem Ärger Luft: "Lächerliche Entscheidung, die zeigt, dass beim Veranstalter kein Rückgrat vorhanden ist. Schöne neue Welt in der das Social Media Gepöbel von ein paar politisch und ideologisch übermotivierten Leuten zu so einer Absage führt. Bin gerade wirklich froh, dieses Jahr zum ersten Mal seit vielen Jahren keine Karte zu haben."

Eine Instagramnutzerin ärgert sich über die gesamte Diskussion und stellt klar "An alle Heulsusen in den Kommentaren, die hier schreiben: 'mimimi Pantera kommt nicht, Karte verkaufen, kein Rock mehr am Ring mimimi'. Kommt einfach nicht. Verkauft die Karte, geht auf ein anderes Festival. (...) Glaubt mir, dann sind am Ende alle zufrieden."