• Mann bindet Hund an Öse an Zug fest - Frau greift beherzt ein
  • Hund gehört der Lebensgefährtin
  • Auch Cannabis in der Wohnung des Mannes sichergestellt

Schock am Bahnhof: Am Dienstag (2. August 2022) gegen 14.00 Uhr wollte ein 40-Jähriger am Bahnhof in Freinsheim seinen Hund an einen Zug binden, gibt die Polizei Neustadt an der Weinstraße bekannt. 

Mann will Hund in Freinsheim an Zug anbinden - Rettung in letzter Sekunde

Unmittelbar bevor der Zug losfuhr, beobachteten eine Zeugin und ihre Tochter einen Mann, der sich am Bahnsteig befand. Er war gerade dabei, einen kleinen Hund mit einer Leine an einer Öse an der Außenseite des Zuges zu befestigen. Die Zeugin stieg aus dem Zug aus und stellte den Mann zur Rede, da der Hund bei Befestigung an der Außenseite des Zuges bei Losfahrt sicherlich zumindest schwer verletzt, wenn nicht sogar getötet worden wäre.

Der 40-Jährige konnte durch Polizeikräfte in der Unterführung mit seinem Fahrrad und seinem Hund einer Kontrolle unterzogen werden. Er reagierte auf Ansprache sofort aggressiv und gab bei der Personalienfeststellung falsche Personalien an.

Außerdem drohte er den Polizisten, sich gegen eine Durchsuchung aktiv zur Wehr zu setzen und leistete dann auch aktiv Widerstand. Deshalb wurde er durch den Einsatz eines Tasers zu Boden gebracht und gefesselt. Bei der Durchsuchung konnten neben seinem Personalausweis als auch mehrere Gramm Cannabis sichergestellt werden. Ihm wurde außerdem auch eine Blutprobe entnommen.

Ohne das Eingreifen der Frau wäre der Hund wohl nicht mehr am Leben

Der Hund gehörte seiner Lebensgefährtin. Sie holte ihren Hund wohlbehalten auf der Dienststelle ab. Der 40-Jährige wollte keine Angaben machen. Gegen ihn wird nun wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, Wiederstand gegen Vollstreckungsbeamte und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt.

Ohne das beherzte Eingreifen der Zeugin wäre der kleine Hund wahrscheinlich nicht mehr Leben. Die Polizei Neustadt an der Weinstraße rät aber dazu, sich in solchen Situation nicht selbst in Gefahr zu begeben, sondern die Polizei zu verständigen und Mitreisende oder Bahnbeschäftigte um Hilfe zu bitten.