Das Landgericht Bad Kreuznach verhandelte am Dienstag (11. Januar) über die Berufung eines 34-jährigen Idar-Obersteiners, der wegen gefährlicher Körperverletzung an einem Säugling zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden war. 

Ende August 2019 soll der Mann dem schreienden Säugling seiner Partnerin ein Feuchttuch in den Rachen gesteckt haben. vor dem Amtsgericht Idar-Oberstein hat der 34-Jährige die ihm vorgeworfene Tat  bisher bestritten

Berufungsverfahren nach Hafturteil - das waren die Tatvorwürfe

Gegen das Urteil des Amtsgerichts zu zwei Jahren und drei Monaten Haft hatte der Mann Berufung eingelegt. Für die Berufungssache am Landgericht Bad Kreuznach sind noch drei weitere Fortsetzungstermine bis Mittwoch (19. Januar) vorgesehen.

Nach Angaben des Landgerichts soll der Angeklagte nachts vom Schreien des Kindes geweckt worden sein. Da der Säugling auch nach verschiedenen Beruhigungsversuchen nicht aufgehört habe zu schreien,  soll der 34-Jährige daraufhin ein Baby-Feuchttuch in den Rachen des Kindes gesteckt haben. Das Tuch steckte dabei so tief,  dass der Mann es selbst nicht mehr herausbekam.

"Die Folgen und die Schmerzen des Kindes billigend in Kauf genommen"

Daraufhin geriet der 34-Jährige in Panik, weckte die Mutter des Kindes und verständigte den Notarzt. Bei dem Vorfall soll der Säugling eine Schleimhautverletzung erlitten haben. Wie der SWR berichtete, konnte das Tuch dem Gericht zufolge erst im Krankenhaus entfernt werden. Das Gericht warf dem Mann daher vor, "die Folgen und die Schmerzen des Kindes billigend in Kauf genommen zu haben".