Nachdem die Corona-Schutzimpfung anfänglich nur schwer zu erhalten war, gibt es die Impfstoffe nun im Überfluss. Mit besonderen Projekten und Aktionen soll daher der Zugang zur Impfung noch einfacher gemacht werden. Dazu zählen auch die Impfbusse, die in ganz Rheinland-Pfalz seit einem Monat unterwegs sind.

Eine Corona-Impfung ganz spontan im Alltag, etwa auf dem Supermarktparkplatz und ohne Termin  und Voranmeldung - mit diesem Konzept hatten die Impfbusse bereits Erfolg. Knapp 18.000 Rheinland-Pfälzer*innen haben auf diesem Weg ihre Corona-Schutzimpfung erhalten. Die Aktion soll nun bis Ende September verlängert werden.

Impfbusse in Rheinland-Pfalz: "Menschen dort erreichen, wo sie leben"

Oberstes Ziel der Impfbusse sei es, "die Menschen dort zu erreichen, wo sie leben", erklärte Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD). "Die wöchentlich gestiegenen Impfzahlen in den mobilen Impfstationen sprechen für die Aktion und die Verlängerung." Die Impfungen sollen dabei für Impfwillige noch einfacher zu erhalten sein.

Bisher wechselten die Impfteams des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) einmal am Tag ihren Standort, um möglichst flächendeckend im Einsatz zu sein. Künftig sollen die Impfbusse von 8 Uhr bis 18 Uhr an einem Ort bleiben. Damit gebe es mehr Planungssicherheit für alle.

Auch sollen die Impfungen nun über das Wochenende angeboten werden. Impfungen sind in den Bussen außerdem ohne Termin und Voranmeldung möglich.

Johnson & Johnson hoch im Kurs: Diese Stoffe stehen im Impfbus zur Wahl 

Impfwillige haben vor Ort die Qual der Wahl: Im Impfbus stehen die Impfstoffe von Biontech, Moderna und Johnson & Johnson zur Verfügung. Beliebt ist die Einmaldosis von Johnson & Johnson, die ihren Impfschutz nach zwei Wochen entfaltet: Nahezu 49 Prozent der Geimpften entschieden sich dafür

In Rheinland-Pfalz haben nach Daten des Robert Koch-Instituts vom Donnerstag (26. August) bislang 59,8 Prozent der Bevölkerung einen vollständigen Impfschutz, das entspricht dem Bundesdurchschnitt von 59,7 Prozent. Mit 84,4 Prozent ist die Impfquote bei den Menschen, die das 60. Lebensjahr schon hinter sich haben, am höchsten.