• Mainzer Restaurant "CALEO" nahm bei "Mein Lokal, Dein Lokal" teil 
  • Nachhaltige, exotische Gerichte wie Krokodilsteak oder Zebrafleisch-Burger
  • Besonderheit: Chefin Ella Maaß stand mangels Koch selbst in der Küche 

In der Kabel-Eins-Sendung "Mein Lokal, Dein Lokal", die in der Woche von Montag (19. September 2022) bis Freitag (23. September 2022) ausgestrahlt wird, treffen jeweils fünf Gastronom*innen aufeinander, um das beste Restaurant der Region zu küren. Nach Vorspeise, Hauptgang und Dessert bewerten sich die Teilnehmer*innen gegenseitig. Zusätzlich bewertet Starkoch Mike Süsser die Restaurants. Die Zuschauer*innen haben dabei einen einmaligen Einblick in das Geschehen in der Küche. 

Ella Maaß aus dem Mainzer CALEO: "Kann ich bei einem solchen Format überhaupt mithalten?"

Im Gespräch mit inRLP.de erklärt die Chefin Ella Maaß, dass das Mainzer Restaurant "Caleo" zurzeit ohne Koch in Betrieb ist und sie selbst in der Küche steht. Sie zeigte sich bei der Anfrage des Senders zunächst skeptisch: „Kann ich bei einem solchen Format mit gelernten Köchen, die jeden Tag in der Küche stehen, überhaupt mithalten?“ Trotzdem sei es "eine tolle Gelegenheit, das CALEO bekannter zu machen". 

Frei nach dem Motto "den Mutigen gehört die Welt" entschied sich Maaß schließlich für die Teilnahme, was sie nicht bereute. Sie berichtet weiter, dass der ehemalige Koch für Rückfragen und Tipps auch gerne noch zur Verfügung stand. Gemeinsam mit ihm seien auch spezielle Rezepturen entstanden. 

Interessanterweise kannte Ella Maaß zwar den Namen der TV-Sendung, hatte aber nicht eine Ausgabe davon gesehen, weshalb sie mit wenigen Erwartungen an die Sache ging. Wie zeit- und arbeitsintensiv solch eine Produktion ist, erstaunte die Gastronomin: "Es steckt viel mehr Aufwand dahinter, als man als Zuschauer ahnt."

Exotisches Fleisch, nachhaltig gedacht: Das steckt hinter dem "CALEO"

"Ich habe es mir zum Ziel erklärt, einen Rückzugsort zum Genießen zu schaffen und gute Qualität für faires Geld anzubieten", erzählt die Geschäftsleitung des Mainzer Restaurants. So sollen "internationale Spezialitäten mit regionalen Highlights" kombiniert werden, gleichzeitig aber auch der Dienstleistungscharakter des kulinarischen Besuchs untermalt werden. 

Neben einer umfangreichen Gästebetreuung liegt dem "CALEO" auch die Nachhaltigkeit am Herzen. Besonders hinsichtlich des Fleischkonsums betont Maaß, dass ihnen gute Haltung wichtig sei. "Unser Bisonfleisch beispielsweise wird in der nordamerikanischen Prärie frei lebend geschossen." Generell werde das exotische Fleisch von einem speziellen Lieferanten bezogen.

Dabei gilt das Motto: "Weniger Fleisch, dafür gutes Fleisch, lieber etwas tiefer in die Tasche greifen, dafür aber keine Massenware". Der Restaurantname "CALEO" bedeutet so viel wie "Highlight" und "ich brenne", erklärt Maaß. Das symbolische Feuer lässt sich in der Leidenschaft zur Kulinarik des Teams wiederfinden.

Krokodilsteak, Zebraburger und Straußenbratwurst: Diese kulinarischen Highlights kannst du im Mainzer "CALEO" probieren

Ein Blick in die Speisekarte dürfte auch die anderen Gastronom*innen überrascht haben. Besondere Gerichte mit exotischem Fleisch wie etwa einem Burger aus Zebrafleisch oder einer Bratwurst aus Straußenfleisch stechen dabei heraus. Ella Maaß verrät, dass das Krokodilsteak die meistverkaufte Speise sei: "Entweder haben sie es im Urlaub schon mal probiert oder einfach Bock auf was Neues."

Trotz des Wettkampfsgedanken stand beim "CALEO" nicht der Sieg im Vordergrund. Vielmehr ging es darum, die Reichweite des neuen Restaurants zu erhöhen und zu zeigen, dass auch internationale Gerichte nachhaltig und lecker sein können. Wie die Chefin berichtet, war es eine "tolle Erfahrung, zu der ich vielen, gerade jungen Gastronomen nur raten kann".

Ella Maaß erhofft sich neben dem Bekanntheitsgrad ein wenig Aufklärungsarbeit leisten zu können und eventuell die ein oder anderen Gastronom*innen für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren.