• Streit am Frankfurter Hauptbahnhof eskaliert
  • Rollstuhlfahrerin aus Mainz beinah in Gleise geschoben
  • Zeuge verhindert Schlimmeres

Am Donnerstagmittag (4. August 2022) eskalierte ein Streit zwischen einer 53-jährigen Frankfurterin und einer 51-jährigen Rollstuhlfahrerin aus Mainz im Hauptbahnhof Frankfurt am Main. Das meldet die Polizei Frankfurt. Die beiden Streitenden wurden durch Beamte der Bundespolizei getrennt und die Täterin vorläufig festgenommen.

Frankfurt: Rollstuhlfahrerin aus Mainz wird am Hauptbahnhof von Zeugen gerettet

Die Hintergründe für den Streit sind derzeit völlig unklar. Die Ermittler*innen konnten den Tathergang rekonstruieren. Demnach schlug die 53-jährige Täterin im Streit der geschädigten Rollstuhlfahrerin mehrfach mit der Faust gegen den Oberkörper, gegen die Arme und ins Gesicht. Diese wehrte sich mit mehreren Tritten, woraufhin die Frau aus Frankfurt versuchte, die Geschädigte in dem Rollstuhl vom Bahnsteig ins Gleis, zwischen den Prellbock und dem Zugende eines im Gleis 21 stehenden Zuges, zu schieben. Dies konnte durch das beherzte Eingreifen eines unbekannten Zeugen verhindert werden.

Die Rollstuhlfahrerin erlitt leichte Verletzungen in Form von Prellungen am Kopf und Schmerzen im Bereich des Oberkörpers und der Oberschenkel. Indes blieb die 53-jährige Täterin unverletzt.

Die Bundespolizeiinspektion Frankfurt am Main hat die Ermittlungen wegen Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung im Versuch aufgenommen. In diesem Zusammenhang wird nach dem Zeugen, der bei diesem Vorfall Zivilcourage gezeigt hat, gesucht und gebeten, sich unter der Telefonnummer 069/130145 1100 oder über www.bundespolizei.de zu melden.