Rund elf Monate nach der Amokfahrt im Dezember 2020 in Trier ist am Freitag, dem 22. Oktober, ein 77-jähriger Mann verstorben. Das wurde in einer Pressemitteilung der Stadt Trier bestätigt. Der Mann ist das sechste Opfer der Amokfahrt. 

Auch die Frau des Verstorbenen gehört zu den Opfern des Amokfahrers. Sie starb unmittelbar bei der Todesfahrt.

77-jähriger Mann nach langem Kampf verstorben 

Die Amokfahrt im vergangenen Jahr in Trier hat noch ein Opfer genommen. Rund elf Monate nach der Tragödie in Trier ist ein damals schwer verletzter Mann gestorben, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Trier. Der Verstorbene war der Ehemann einer 73-jährigen Frau, die unmittelbar bei der Amokfahrt gestorben ist.

Der 77-jährige Mann hatte die Amokfahrt schwer verletzt überlebt und verbrachte lange Zeit im Krankenhaus, worauf er vor einigen Wochen aus der Reha heimgekehrt ist.  Kurz nach dem Begräbnis seiner Frau anwesend sein, ein Erlebnis, das er unbedingt miterleben wollte, erlitt er einen Rückfall und kam erneut ins Krankenhaus. Von den Folgen dieses Rückfalls erholte er nicht mehr und starb am vergangenen Freitag, dem 22, Oktober. 

Zum Tod des 77-jährigen Mannes haben mehrere lokale und regionale Politiker ihr Beileid ausgesprochen. Der Oberbürgermeister der Stadt Trier Wolfram Leibe (SPD) sagte "Wir trauern mit der Familie nach diesem weiteren schweren Schicksalsschlag und wünschen den Angehörigen viel Kraft". Des Weiteren hat der Oberbürgermeister auch noch eine Schweigeminute für den Verstorbenen zur Eröffnung der Stadtratssitzung am Montag, dem 25. Oktober, angekündigt.

Auch Malu Dreyer bekundet ihr Beileid

Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD), hat noch am Montag, dem 25. Oktober, den Angehörigen ihr Beileid ausgesprochen. "Auch von mir noch mal mein herzliches Beileid an die Familie, die diesen Verlust zu verkraften hat", sagte sie in einer Pressekonferenz.

Oberbürgermeister Leibe erklärte in einer Pressekonferenz, dass der Mann bei der Beerdigung seiner Frau noch den Anwesenden Mut gezeigt hat. "Wir, die da sind, sollen unsere Leben leben. Er als Betroffener, hat uns Mut gemacht", sagte Leibe zum Tod des sechsten Opfers der Amokfahrt. 

Ermittlungen zur genauen Todesursache angekündigt 

Nach dem Tod des Opfers von der Amokfahrt haben die Ermittlungen zur genauen Todesursache schon begonnen. Der leitende Oberstaatsanwalt Peter Fritzen hat am Montag, dem 25. Oktober, teilte mit, dass es noch zu prüfen sei, "ob die durch die Tat erlittenen Verletzungen ursächlich für das Versterben waren. Hierzu hat die Staatsanwaltschaft Trier die Obduktion des Leichnams des Verstorbenen beantragt", sagte Fritzen laut Angaben der dpa weiter.