Bisher dürfen Impfzentren, Ärzt*innen und Apotheker*innen Impfungen gegen das Coronavirus an Patienten geben. Zwei weitere Bereiche der Medizin warten noch auf das Startsignal: Zahn- und Tierärzt*innen. 

Die Mediziner*innen dagegen sehen noch Hürden. "Im Moment ist aber auch der Bedarf nicht da", sagte der stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes Praktizierender Tierärzte, Rainer Schneichel aus Mayen. Als der Bedarf dagewesen sei, sei es zu langsam gegangen.

Zahn- und Tierärzte dürfen Impfungen nicht spritzen

Ende vergangenen Jahres bekamen Apotheker*innen in Rheinland-Pfalz die Genehmigung, Impfungen gegen das Coronavirus zu geben. Zu diesem Zeitpunkt breitete sich die Omikron-Variante rasch aus und jede Hilfeleistung wurde gebracht, um mehr Menschen zu immunisieren. Doch auch während diesen schwierigen Zeiten durften Zahn- und Tierärzte keine Impfungen verabreichen

Die Genehmigung scheitere an fehlenden Voraussetzungen bei Zahn- und Tierärzten. Die Sprecherin der Landeszahnärztekammer (LZK), Katrin Beck, sprach von "abrechnungs- und meldetechnischen Voraussetzungen", die viele Zahn- und Tierärzte nicht besitzen. "Bevor sie die erste Impfung verabreichen, müssen Zahnärztinnen und Zahnärzte zudem geschult werden", ergänzte sie.

In ganz Rheinland-Pfalz erfüllen nur ungefähr 400 der gut 3000 Zahnärzte diese erforderlichen Voraussetzungen. Einer der wichtigsten dieser Voraussetzungen sei eine Schulung bei impfenden Ärzten.

Derzeit impfen 120 der 920 Apotheker in Rheinland-Pfalz, genau so viele Zahnärzte wären theoretisch schon für Impfungen bereit. Über diese Onlineplattform können Bürger*innen ihre*n nächstgelegene*n impfende*n Apotheker*in finden.