• Großteil der Corona-Regeln seit 3. April 2022 abgeschafft
  • Neuste Änderung bei Infektion mit Corona
  • Das kommt jetzt auf die Rheinland-Pfälzer*innen zu

Nach rund zwei Jahren Pandemie wurde der Großteil der Corona-Schutzmaßnahmen in Rheinland-Pfalz bereits am 3. April 2022 abgeschafft. Das teilte die Landesregierung nach einer Kabinettssitzung am Dienstag, 29. März 2022, mit. Hintergrund der Entscheidung sei die von der Ampelkoalition im Bund durchgesetzte Änderung des Infektionsschutzgesetzes.

Update 1. Mai 2022: Änderung bei Infektion mit Corona

Die Isolationspflicht gilt nur noch für infizierte Menschen und wird verkürzt. Außerdem ist kein Freitesten mehr nötig, da infizierte Personen die Isolation nach fünf Tagen beenden dürfen, vorausgesetzt sie sind symptomfrei.

Sind während der Infektion Symptome aufgetreten, müssen diese in den letzten 48 Stunden vor dem Ende der Isolation verschwunden sein. Dauern Fieber, Husten oder andere Symptome an, muss die Isolation fortgesetzt werden, bis zu maximal zehn Tagen.

Kontaktpersonen von Infizierten müssen unabhängig von ihrem Alter und ihrem Impfstatus nicht mehr in Quarantäne. Das neue Regelwerk gilt zunächst bis zum 28. Mai. Bis dahin hat auch die aktuelle allgemeine Corona-Bekämpfungsordnung für Rheinland-Pfalz noch Gültigkeit.

Maskenpflicht nur noch in bestimmten Bereichen

Seit 3. April ist das Tragen von Masken nur noch in bestimmten Bereichen verpflichtend. In Krankenhäusern, Arztpraxen, Pflegeeinrichtungen und im öffentlichen Personen-Nahverkehr wird die Maskenpflicht weiter bestehen.

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Im Einzelhandel ist die Maskenpflicht weggefallen. Gesundheitsminister Clemens Hoch warnte: "Jedem steht es nicht nur frei, dennoch überall dort Maske zu tragen, wo Menschen miteinander in Kontakt kommen, sondern in der aktuellen Lage ist es sogar dringend geboten, wo sich Menschen spontan begegnen oder sich nicht kennen." Die Maske bliebe ein gutes Mittel, die Verbreitung von Viruserkrankungen einzudämmen.

Arbeitsquarantäne wird in RLP eingeführt

Aufgrund der noch immer sehr hohen Fallzahlen werde Rheinland-Pfalz mit einer eigenen Möglichkeit versuchen, Abhilfe zu schaffen. "Unser Ziel ist es, dass wir einen Umgang mit dem Virus finden, der sich in die Richtung entwickelt, dass Menschen mit Symptomen möglichst Begegnungen vermeiden und jene, die symptomfrei sind, wieder an die Arbeitsstätte zurückkehren können", sagte Clemens Hoch. Dazu werde man in Rheinland-Pfalz eine sogenannte Arbeitsquarantäne ermöglichen. Dieses Instrument kann nach Absprache zwischen Beschäftigten und Arbeitgeber*innen vereinbart werden.

Es ermöglicht Infizierten, die symptomfrei sind, weiterhin zu arbeiten. Maßnahmen wie eine FFP2-Maskenpflicht oder die Zahl der Kontakte auf ein Mindestmaß zu reduzieren, würden dann greifen. Hinzu kommt, dass eine bisher erforderliche Genehmigung durch die Gesundheitsämter entfallen wird.

Regelung für Schulen in RLP: Zweimal pro Woche testen bis nach den Osterferien

Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig kündigte für die Schulen in RLP folgende Regelungen an: "Ab dem 4. April wird es zweimal pro Woche ein anlassloses Testangebot für die Schülerinnen und Schüler sowie das schulische Personal geben." Es bleibe außerdem weiterhin dabei, dass sich eine Lerngruppe nach Auftreten eines Infektionsfalls für fünf aufeinanderfolgende Schultage selbst testen muss.

Auch nach den Osterferien werden diese Regelung noch eine Woche weitergeführt. Wie es danach weitergeht, werde man mit Blick auf die Gesamtsituation entscheiden und frühzeitig informieren.

Testpflicht an Kitas in RLP bleibt

Auch im Bereich der Kitas werde die anlassbezogene Testpflicht fortgesetzt. Das bedeutet, dass nach einem Infektionsfall für alle Kontaktpersonen eine Absonderungspflicht bestehe.

Erst nach Freitestung mit einem Antigen-Schnelltest einer zertifizierten Teststelle oder zehntägiger Quarantäne wäre eine Rückkehr wieder erlaubt. Betroffene Kinder und die Beschäftigte dürfen in dieser Zeit nicht in die Kita.

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