Die CDU-Abgeordnete Anette Moesta sagte hingegen, eine Sozialleistung habe einen neuen Namen bekommen - «und wir alle verbinden damit die Hoffnung, dass das Wort Hartz IV verschwindet». Es müsse aber weiter das Prinzip gelten: «Leistung muss sich lohnen.» Der AfD-Fraktionsvorsitzende Michael Frisch kritisierte die mit der Einführung des Bürgergelds verbundene Erhöhung der Regelsätze. Da damit die Grenze zwischen Entlohnung und dem Bezug von staatlichen Transferleistungen verschwimme, gelte jetzt: «Wer arbeitet, ist der Dumme.»

Die Bedingungen der Hartz-IV-Zahlungen seien von den Beziehern vielfach als «Rumschubsen» empfunden worden, sagte Schweitzer. Dies sei aber nicht mit dem Konzept eines modernen Sozialstaats vereinbar. Nach dem Wegfall des bisherigen Vermittlungsvorrangs könnten die Jobcenter jetzt individuell mit den Bürgergeld-Beziehern vereinbaren, welche beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen für sie geeignet seien. Bisher hatte bei Langzeitarbeitslosen die Aufnahme einer Aushilfstätigkeit Vorrang vor einer Weiterbildung.