• St. Nikolaus: Das Nikolauspostamt gibt es seit über 50 Jahren
  • Die ehrenamtlichen Helfer*innen haben in diesem Jahr bereits 27.000 Briefe beantwortet
  • Das Nikolauspostamt hat noch bis zum 24. Dezember geöffnet

Für Kinder ist das Schreiben von Wunschzetteln und Briefen an den Nikolaus, das Christkind oder den Weihnachtsmann jedes Jahr ein Highlight in der Vorweihnachtszeit. So auch in diesem Jahr. Im Weihnachtspostamt im saarländischen St. Nikolaus, das von Rheinland-Pfalz aus das Nächste ist, hat das Nikolauspostamt in diesem Jahr bereits 27.000 Briefe von Kindern aus aller Welt beantwortet.

Nikolauspostamt in St. Nikolaus: Ehrenamtliche Helfer*innen rechnen noch mit Tausenden von Briefen

Wie der Vorsitzende des Festausschusses St. Nikolaus, Peter Gerecke, am Montag (19. Dezember 2022) mitteilte, sei darunter auch viel Post von ukrainischen Kindern. Ihnen werde in diesem Jahr erstmals auf Ukrainisch zurückgeschrieben. Noch bis zum 24. Dezember werden die 42 ehrenamtlichen Helfer des Nikolauspostamts weitere Briefe beantworten.

Die Wünsche der Kinder, die an den Nikolaus schreiben, sind vielfältig. Die meisten Kinder wünschten sich in ihren Briefen an den Nikolaus Frieden und weiße Weihnachten, dicht gefolgt von "Gesundheit für Familie, Freunde und alle Menschen", so Sabine Gerecke für die Kinderbriefaktion.

Malstifte, Rennautos, Playstation und Lego seien auf den Wunschlisten ebenso vertreten wie Schokolade und Mandarinen. Außerdem erreichten das Nikolauspostamt Briefe von ausländischen Student*innen, die sich wünschten, ihre bevorstehenden Prüfungen zu bestehen. "Corona spielt dieses Jahr keine übergeordnete Hauptrolle mehr", sagte Gerecke. Bis Weihnachten rechnen die ehrenamtlichen Helfer*innen des Nikolauspostamts noch mit weiteren Tausenden Briefen.

Nicht weit von Rheinland-Pfalz entfernt: St. Nikolaus im Saarland

Das Nikolauspostamt im saarländischen St. Nikolaus ist der Deutschen Post zufolge das älteste Nikolauspostamt Deutschlands. Bereits seit 1896 gehört dem Ortsteil St. Nikolaus in der Gemeinde Großrosseln im saarländischen Regionalverband Saarbrücken eine Weihnachtspostfiliale an.

Siebzig Jahre später, im Jahr 1966, tauchten die ersten Nikolaus-Briefe auf, die ein Pharma-Konzern aus Weil am Rhein verschickte. Bereits 1967 kam ein Ortswerbestempel mit der Inschrift "St. Nikolaus - Bringt Freude und teilt Gaben aus" zum Einsatz. 2005 wurde das Weihnachtspostamt St. Nikolaus eingerichtet. Es ist das Einzige im Saarland. Hier arbeiten ausschließlich ehrenamtliche Helfer*innen.

Die Deutsche Post unterstützt bei den individuellen Antwortbriefen und dem eigens entworfenen Sonderstempel. 2007 erhielt das Weihnachtspostamt St. Nikolaus, das zuvor zum Ort Großrosseln gehört hatte, eine eigene Postleitzahl: 66351 St. Nikolaus. Seitdem steht wieder der Ort St. Nikolaus in der Ortsangabe des Sonderstempels. Das Nikolauspostamt in St. Nikolaus ist eines von sieben Nikolauspostämtern in Deutschland.

Briefe an den Nikolaus: In Deutschland gibt es sieben Weihnachtspostämter

Jedes Jahr erhält die Deutsche Post hunderttausende Briefe für den Weihnachtsmann, den Nikolaus oder das Christkind. Mittlerweile existieren sogar sieben offizielle Filialen für die Beantwortung der Briefe und Wunschzettel zur Weihnachtszeit. Beantwortet wird die Post kindgerecht und sorgsam von Angestellten und vielen ehrenamtlichen Helfer*innen.

Neben Nikolausdorf, Himmelstadt und Engelskirchen zählt auch St. Nikolaus im Saarland zu den sieben Postämtern deutschlandweit. Das ein oder andere Weihnachtspostamt kann man sogar besuchen. 

30.000 Briefe jedes Jahr

Wie die Deutsche Post mitteilt, werden jährlich ungefähr 30.000 Briefe aus 80 verschiedenen Ländern von den ehrenamtlichen Helfer*innen des Nikolauses beantwortet, mit einem Sonderstempel freigemacht und verschickt. Unterstützt wird das Nikolauspostamt im Saarland durch die Deutsche Post. Diese übernimmt die Druckkosten für das Kinderbriefpapier und stellt die aktuellen Weihnachtsmarken bereit.

Die Briefe, die das Postamt erreichen, seien vielfältiger Natur: Wunschlisten mit und ohne Bild, Grüße an den Nikolaus oder den Weihnachtsmann seien vorzufinden. Beantwortet werden diese in der Adventszeit vom 5. bis zum 24. Dezember. Zu Weihnachten 2021 gingen 30.711 Briefe von Kindern aus insgesamt 43 Ländern ein. 

So erreichst du den Nikolaus

Um dem Nikolaus einen persönlichen Brief zu schreiben, bedarf es nicht viel. Die Kinder dürfen dem Nikolaus in ihren Briefen ihre Wünsche, Grüße, Gedichte und Sorgen vortragen, oder sie malen ihm ein schönes Bild.  Wichtig ist, die Briefe mit einem Absender zu beschriften, sodass die Antwort auch zurückkommt. Außerdem sollten die Briefe bis spätestens drei Tage vor Heiligabend im Nikolauspostamt eingehen, sodass ein Antwortschreiben noch in der Weihnachtszeit bei den Kindern ankommt.

Mit ein wenig Glück trifft man den Nikolaus aber auch höchstpersönlich bei seiner Arbeit im Nikolauspostamt an. Dort können persönliche Weihnachtsbriefe geschrieben, mit Nikolaus-Sondermarken freigemacht, mit dem eigens entworfenen originellen Nikolaus Sonderstempel abgestempelt und verschickt werden. Die Termine der Nikolausfeierlichkeiten in diesem Jahr findest du auf der Website des Nikolauspostamtes.

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