Ex-Tennisstar Boris Becker ist seit kurzem im Gefängnis. Hier fühlt er sich sichtlich unwohl und macht den Gefängnismitarbeitenden wohl eine Menge Arbeit. 

Wie die "Bild" berichtet, soll er ermahnt worden sein, nicht ständig den Notfallknopf zu bedienen, wenn es nicht dringend notwendig sei. 

Boris Becker im Knast: Damit hat der Ex-Star zu kämpfen

Der Promi hat mit der Enge der Zelle zu kämpfen, denn er leidet eigenen Angaben zufolge unter Klaustrophobie, also der Angst vor beengten Räumen. Daher hat er die Wärter*innen gebeten, die Zellentür stets offenzulassen.

Dem Wunsch kommen aber wohl nicht alle nach, was Boris Becker dazu veranlasst, recht häufig den Notfallknopf zu bedienen. Schließlich sei er laut Bild-Informationen ermahnt worden, dies zu unterlassen. 

„Das Gefängnis ist am Wochenende unterbesetzt, wie im Krankenhaus. Der Notrufknopf sollte wirklich nur in Notfällen benutzt werden", so ein Gefängnis-Mitarbeiter gegenüber "Bild". 

"Sind hier kein Zimmerservice"

„Nachdem Becker ohne wirklichen Notfall immer wieder den Kopf gedrückt hatte, wurde er ermahnt, dass es sich bei dem Schalter nicht um den Hotel-Roomservice handelt.“

Seine Zelle teilt Becker seit einigen Tagen wohl auch mit einem anderen Häftling, wie Bild erfahren haben will. Dies und die Tatsache, dass die Tür häufiger geschlossen ist, als ihm lieb ist, machen den Ex-Tennisprofi womöglich sehr nervös. 

Ein bisschen Zimmerservice gibt es aber dennoch für Boris Becker: Wie die Bild schreibt, versüßt er sich das Gefängnisleben mit Snacks aus dem Knast-Kiosk. Die Seelennahrung darf er sich aber nicht abholen, sondern bekommt sie in die Zelle geliefert. 

Vor Weihnachten wieder in Deutschland? Hoffnung für Boris Becker

Die Zeit im Gefängnis Wandsworth könnte für Boris Becker aber schon vor Ablauf der 2,5 Jahre, zu denen er wegen Insolvenzverschleppung verurteilt wurde, vorbei sein. 

Die britische Zeitung "The Sun" hat von einem Insider erfahren, dass der Ex-Tennisprofi zuversichtlich sei, vor Weihnachten wieder nach Deutschland zurückkehren zu können. Er hegt die Hoffnung, den Rest seiner Haftstrafe in Deutschland auf Bewährung zu verbringen. 

Der Plan Beckers sieht laut dem von "The Sun" zitierten Insider vor, dass er aufgrund des "Early Removal Scheme" wieder nach Deutschland kommen könnte. Dies wäre möglich, weil Boris Becker nie eine britische Staatsangehörigkeit erhalten hat. 

Wird Boris Becker aus dem Gefängnis entlassen?

Die Hoffnung Beckers ist auch, in Deutschland auf ein milderes Rechtssystem zu treffen. Hier könnte er auf Bewährung hoffen und den Rest der Strafe in Freiheit verbringen, mit nur geringen Einschränkungen. 

Voraussetzung für das sogenannte "Early Removal Scheme" ist aber, dass sich der Promi vorbildlich im Gefängnis verhält. Gute Führung nennt sich das in Deutschland - hierauf baut der Plan Beckers auf. 

Laut der britischen Zeitung "The Sun" gibt er wohl im Wandsworth-Gefängnis Englischunterricht für Inhaftierte, die diese Sprache nicht beherrschen.