Laut Medienberichten ist ein Corona-Schnelltest beim AfD-Politiker Björn Höcke positiv ausgefallen. Bei einer Sondersitzung des Landtags in Erfurt am Mittwoch zum Pandemiegeschehen nahm der AfD-Landesvorsitzende nicht teil. Die AfD in Thüringen wollte sich bislang zu Anfragen etwa des Spiegel nicht äußern. Auch Anfragen des MDR lehnte die Thüringer AfD-Spitze ab. Wie der MDR berichtet, sagte Fraktionssprecherin  Lydia Funke, die AfD äußere sich grundsätzlich nicht zu Fragen der Gesundheit von Mitarbeitern. 

Der MDR berichtete zuerst von der möglichen Infektion des AfD-Politikers und bezog sich dabei auf Landtags- und Sicherheitskreise. Björn Höcke hatte sich mehrfach öffentlich gegen eine Impfung ausgesprochen.  Bei einer Rede Mitte September bezeichnete er die Corona-Impfung als „Gentherapie“. 

Zuvor war die Immunität Björn Höckes als Abgeordneter aufgehoben worden. Damit hatte der Justizausschuss im Landtag in Erfurt den Weg für ein strafrechtliches Verfahren gegen Höcke freigemacht. Hintergrund sind möglicherweise strafrechtlich relevante Äußerungen Höckes in einer Rede. Womöglich geht es um den Satz "Alles für Deutschland", den Höcke bei einer Rede in Sachsen während des Bundestagswahlkampfs als Abschluss seines Beitrags verwendete. Infolgedessen habe Sebastian Striegel, Grünen-Vorsitzender in Sachsen-Anhalt, Anzeige erstattet. Die Immunität Höckes war bereits mehrfach aufgehoben worden, einmal 2020 und einmal 2018.