In der ZDF-Talkrunde mit Maybrit Illner am Donnerstagabend (13. Januar 2022) stellten sich die Moderatorin und ihre Gäste die Frage: "Welle oder Wende -  ändert Omikron die Corona-Politik?" Unter anderem war auch die Corona-Impfung ein bestimmendes Thema am Abend. Bei der Frage nach einer allgemeinen Impfpflicht gingen die Meinung der Gäste auseinander.

Virologin Melanie Brinkmann wurde im Laufe der Debatte aber sehr deutlich in ihren Aussagen. Sie benannte das ihrer Meinung nach größte Problem Deutschlands in der Pandemie: die Ungeimpften

"Corona ist keine Grippe": Durchseuchung laut Brinkmann keine Option

Dass die Corona-Impfung die einzig sinnvolle Lösung in der Pandemie sei und eine Durchseuchung keine Option darstellt, darin waren sich die anwesenden Gäste einig. Virologin Brinkmann räumte außerdem mit dem Mythos auf, dass eine "natürliche" Immunisierung durch eine Ansteckung die bessere Art der Virenbekämpfung sei: "Die Natur ist grausam", stellte sie klar und erklärte das anhand der Pockenerkrankung im 18. Jahrhundert, an der damals jeder zehnte Brite gestorben sei. Auch diese Seuche habe man damals erst durch eine Impfung der Bevölkerung in den Griff bekommen. 

Einen wesentlichen Punkt brachte Brinkmann außerdem noch an. Sie lehnte den Vergleich des Coronavirus mit der Grippe deutlich ab. Die milderen Verläufe der Omikron-Variante sind für die Virologin ebenfalls kein Argument für einen Vergleich. "Covid-19 ist keine Grippe, es ist eine wirklich schwere Krankheit", betonte sie.

Außerdem spricht sie eine deutliche Warnung aus: "Das wird nicht die letzte Variante sein." Eigentlich sei schon diese Omikron-Welle nur durch so strenge Maßnahmen zu stoppen, wie wir sie aus dem ersten Lockdown kennen.

Virologin Brinkmann: Booster hilft, aber Problem seien die Ungeimpften

Noch einmal betonten die Gäste, wie wichtig eine dritte Booster-Impfung im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus sei: "Die Boosterung hilft noch mal sehr", betonte Brinkmann. Mit Blick auf die hohen Infektionszahlen aufgrund der Omikron-Variante sagte sie allerdings auch: "Bei der Infektionsdynamik ist die Impfung leider egal."

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Drei Immunisierungen würden das individuelle Risiko, schwer zu erkranken, zwar enorm senken. Aktuell sei jedoch "das Problem, dass wir so viele Ungeimpfte haben". Obwohl die Inzidenzwerte ansteigen, bleibt momentan die Belegung der Intensivstationen unten. "Das korreliert aber sehr stark mit der Impfquote." Das heißt, die niedrige Belegung der Intensivstationen hängt stark von der Impfquote ab. Die Virologin sei deshalb wenig optimistisch, dass die aktuellen Auslastungszahlen so niedrig bleiben, sollte die Impfquote nicht steigen. 

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