Die Zahl jugendlicher Komasäufer in Bayern ist im vergangenen Jahr gesunken. 2016 seien im Freistaat 4392 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus gekommen, teilte die Krankenkasse DAK Gesundheit am Montag unter Berufung auf Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik mit. Dies sei der niedrigste Stand seit neun Jahren.

Unter den Betroffenen im Alter von 10 bis 20 Jahren seien mehr Jungen als Mädchen gewesen. Bei den Jungen lag die Zahl bei 2651, bei den Mädchen waren es 1741. Die Anzahl jugendlicher Rauschtrinker war den Angaben zufolge bis 2011 kontinuierlich angestiegen. Seitdem sinkt sie.


Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml zeigte sich laut Mitteilung erfreut über den Rückgang. Nach ihren Angaben wendet der Freistaat jedes Jahr etwa eine halbe Million Euro für die Vorbeugung gegen Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen auf.